Blog - Teich
Das Tümpelchen
Themen: Teich Am 27.07.2008 von mag geschrieben
Der Teich erfreut weiterhin nur Frösche, die Insektenwelt und Annika. Habe mal wieder ein bißchen Kraut gefischt und lecker fauligen Teichschlamm rausgekratzt, aber das Hornkraut scheint ununterbrochen zu blühen und vermehrt sich schon wieder lustig. Aber hat Sisyphos etwa aufgegeben? Pah. Allerdings werden wir demnächst mal zu brutaleren Mitteln greifen und Fergie eine Egge durch den Teich ziehen lassen.
Was macht der Teich?
Themen: Teich Am 20.04.2008 von mag geschrieben
Der Teich ist nach wie vor trüb kahkifarben mit schönem neongrünen Algenschaum obendrauf. Obwohl ich im März Berge von Hornkraut herausgefischt habe, ist das Zeug schon wieder auf dem Vormarsch. Da jetzt aber Laichzeit ist, will ich nicht darin rumstochern – erst im späten Herbst wieder, bevor das Kraut zu Boden sinkt und vergammelnd wieder neuen Stickstoff freisetzt.
Wie geplant, hatten wir Spitzschlammschnecken (viele) und Posthornschnecken (einige) als potentielle Algenvernichter ins Feld geschickt, außerdem 20 Teichmuscheln, die gefälligst für klareres Wasser sorgen sollen. Allerdings konnten diese Trupps bisher noch nicht allzuviel Erfolg vermelden – obwohl, wer weiß schon, wie es ohne sie aussähe.
Aus dem Teich
Themen: Teich Garten Am 24.03.2008 von mag geschrieben
Schmerzen: Ellenbogen, Handgelenke, Rücken. Ursache: seit Tagen nutze ich die freie Zeit (und jetzt über Ostern besonders) und fische mit dem Rechen wuchernde Algen aus dem Teich. Den zweiten milden Winter in Folge hatte das Zeug allzu gut überstanden. Nachdem der Bauer auf den anliegenden Feldern seine Düngerunde gedreht hatte, hatte sich zudem eine schaurig schöne Schaumschicht gebildet. Alles sehr unappetitlich, vor allem der faulige Schlick auf dem Boden von vorangegangen Generationen. Damit der Stickstoff dem Wasser entzogen wird, muß das Zeug also abgerntet werden. Trotz wirklich unermüdlichen Schaffens und einer Reichweite von höchstens 2,50 m vom Ufer aus, ist höchstens ein Viertel geschafft.
Da es ja auch noch genug andere Dinge auf dem Hof zu tun gibt, habe ich mich mal nach tierischen Helfern erkundigt und bin auf Spitzschlamm- und Posthornschnecken gestoßen, die bevorzugt Algen vertilgen. Super, da soll mal eine größere Menge von her. Also ein Angebot eingeholt. Zusätzlich empfahl der Händler noch die Wasserpflanzen Krebsschere und Hornkraut als Algenverdränger.
Heute wollte ich mal googlen, was das denn für Pflänzchen sind und ob die vielleicht auch was hermachen.
„Hornkraut“ eingegeben und direkt mal auf „Bilder“ geklickt. Ich dachte ich seh' nicht recht – das Teil sieht ja genau so aus, wie die Grünzeugmassen, die ich die ganze Zeit aus dem Wasser zerre! Von wegen Algen (als Stadtei sei mir verziehen).
Wir haben also eine Hornkrautplage mit ein bißchen Alge dazwischen. Was auch immer, es sieht sch... aus und beim Absterben verfault es zäh langsam und faulig während obendrauf schon wieder die Stengel sprießen. Welches Tier frißt mir jetzt das Hornkraut weg? Dazu weiß Google leider keinen Rat...
Teichnews
Themen: Teich Rund um den Hof Am 19.09.2007 von mag geschrieben
Nicht ohne Mühe konnten wir das Umweltamt Demmin dazu bewegen, sich unseren Teich anzuschauen und eine Wasserprobe zu nehmen. Das Ergebins: die Phosphatwerte lagen mit 2,3 noch höher als bei der Probe, die wir zu Lavaris geschickt hatten (1,8). Da die Nitratwerte allerdings im Normalbereich liegen, ist die Ursache wohl nicht der Düngeeintrag durch die Landwirtschaft. Durch besagtes Rohr am anderen Teichufer entsorgt wohl doch jemand seine Abwässer...
Das Umweltamt läßt uns aber hängen, wir sollen jetzt nachweisen, wo das Rohr langläuft und ob es auch zur Feld-Drainage genutzt wird oder nicht. Sehr witzig. Morgen mal beim Wasserboden-Verband anrufen, vielleicht haben die Pläne dazu (nach unseren Erfahrungen mit dem nicht auffindbaren Teichüberlauf glaube ich mal eher nicht).
Der Teich und die Algen
Themen: Teich Rund um den Hof Am 28.08.2007 von mag geschrieben
Wir haben an ein Institut (lavaris.de) eine Probe von unserem Teichwasser geschickt. Dort wurde es zwar nicht auf Giftstoffe, zumindest aber auf Standards wie ph-Wert, Nitrate, Phosphate, usw. getestet. Dieses Jahr haben wir eine wirklich eklige Algenplage im Teich und der Test ergab, dass die Phosphatbelastung bei 1,8 mg/l liegt – empfohlen ist ein Wert unter 0,035! Schock. Außerdem ist der PH-Wert leicht erhöht (8,7).
Leider gehört uns der Teich nicht ganz, ein Drittel des langgezogenen Gewässers liegt auf dem benachbarten Flurstück. Dieses gehört dem Großlandwirt der Gegend, der auch die 1,6 ha unserer Flächen gepachtet hat. Wir wissen, dass er an seinem Teichende bis ans Wasser ackert (das dort viel seichter ist als am anderen Ende) und die ganze Düngebrühe natürlich auch von den Längsseiten reinfließt, aber können solche Werte nur durch die Landwirtschaft kommen?
Ich meine, hallo, wir reden hier von einer Überschreitung von über 5000%! Ich mußte das mehrmals nachrechnen, weil ich es nicht glauben konnte.
Es gibt da auf der anderen Teichseite auch noch ein Rohr, dass in den Teich mündet. Ein verdächtiges Rohr. Vielleicht „nur“ ein Drainagerohr für den Acker. Vielleicht kommen aber auch noch von irgendwo Abwasser rein (es gibt kein öffentliches Abwassersystem, aber eigentlich die Verpflichtung zu einer Hauskläranlage oder wenigstens einer abflusslosen Grube). Immerhin ist der Teich – im Grunde ein sogenanntes Soll – offiziell als Gewässer eingestuft, wir werden mal die zuständige Behörde anfragen.
Nachtrag: Tom hat mich gerüffelt, dass man so nicht in Prozent rechnet, korrekt müßte ich also sagen, der Phosphatwert ist um das 50fache (konkret: das 51,48fache) erhöht.
;-)
Über Karauschen
Themen: teich Rund um den Hof Am 17.11.2006 von tom geschrieben
Nun sind die Mauerer im Haus, beide heißen Dirk und arbeiten gut zusammen. Einer der Dirks (Dirk1) stiefelt in der Pause regelmäßig zu unserem Teich, wo er einen Käscher ins Wasser gehangen hat, da er fest der Überzeugung war, da muß es Fische geben. Und tatsächlich, obwohl wir noch nie ein Fischlein im Teich gesehen hatten, holte er gleich beim ersten Mal ein paar etwa 10 cm lange Fische heraus. Dies seien „Karauschen“, erklärte Dirk, auch Bauernkarpfen genannt. Er und Uwe vermuteten, dass sie zufällig in den Teich gelangt waren, an Entenfüßen eingeschleppt sozusagen, und schon lange und in steter Inzucht hier umherschwammen – daher seien sie so klein. Normalerweise können sie wohl bis etwa 40 cm lang werden. Abhilfe schafft ein Hecht – sagt Dirk. Mag hat da ihre Zweifel.
Neue Bewohner
Themen: Teich Rund um den Hof Am 14.08.2006 von mag geschrieben
Ein Schwanenfamilie auf dem Weg in unseren Teich.
Heute wieder unerwarteter Besuch. Diesmal von einer Schwanenfamilie, die zielstrebig die Dorfstraße vom See her hochmarschiert kam, um in unseren Teich überzusiedeln. Wie schön!
Teich again II.
Themen: Teich Sanierung Am 18.05.2006 von mag geschrieben
Der große Lehm-Canyon – so sah\'s zwischenzeitlich im Kampf mit dem Wasser bei uns aus.
Um nicht im Lehmmatsch zu versinken und überhaupt in der Grube laufen können, müßen ständig Schichten von Sand reingeschüttet werden.
So, wie ist der Stand, konkret der Wasserstand heute?
Seit letztem Freitag ist alles soweit wieder im Lot. Das Überlaufrohr wurde gefunden und freigemacht, ist allerdings wohl so rott, dass es ersetzt werden muß.
Hier auf jeden Fall einen herzlichen Dank und ein großes Lob an Herrn Wolter vom Wasserbodenverand, der wirklich sehr engagiert war und nicht etwa um 16.30 den Griffel hat fallen lassen (bzw. den Bagger nach Hause geschicken hat) sondern dran geblieben ist, bis das Problem gelöst war.
Der Garten sieht nun zwar aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, aber wenigstens hat das Haus wieder trockene Füße.
Ab nächster Woche habe ich mir zwei Wochen Urlaub eingereicht, damit wir mal einiges auf den Weg bringen können.
Meine Suche nach einem Heizungsplaner, der uns einen komplettes Konzept zu unseren Wünschen erstellt ist noch nicht gefunden. Die Wünsche da wären:
- Wärmepumpe mit Flächenkollektor (Direktverdampfung, also Garten- und Hauskreislauf nicht getrennt)
- Wandheizung (evt. Temperierung nach Großeschmidt) plus teilweise Fußbodenheizung
- Und last but not least: Ein schöner kuschliger Grundofen/Kachelofen mit Mischa-Schlafbank für Tom ;-)
Am Montag gibt's dazu nochmal einen Telefonmarathon, mal schauen was sich da findet.
Nasse Füße
Themen: Teich Sanierung Am 01.05.2006 von mag geschrieben
So sieht\'s zur Zeit aus. Dachziegel und Fenster sind nicht wirklich stilgerecht, aber mal abwarten, was in der Budget-Planung für diesen Part bleibt.
Die rückwärtige Südostseite des Hauses, links der Giebel des Rinderstalls, rechts der der Scheune.
Beunruhigender Anblick, das Teichwasser drückt durch den Ablauf hoch.
Zum ersten Mal das Haus ohne Schnee, erstes zartes Unkraut macht sich auf, das Grundstück zu überwuchern.
Die Vorbesitzerin ist überraschend aufgeräumt, man merkt, dass ihr der sprichwörtliche Mühlstein vom Hals genommen ist. Auf unserem Zettel stehen noch der Pachtvertrag für die 1,6 ha, die Liste der Garagenpächter, Aufbau der Steuerungseinheit für die Kleinkläranlage, bestehende Gebäudeversicherungen und finally - die Schlüsselübergabe.
Davon abgesehen bahnt sich die erste Herausforderung an: der Teich hinterm Haus hat seeartige Ausmaße angenommen – das Wasser steht an der Süd- und Südostseite fast am Haus. An den Fallrohren, von wo das Regenwasser eigentlich zum Teich geleitet werden soll, drückt das Wasser hoch, so daß die Hausecken pfützenumkränzt sind.
Die Vorbesitzerin deutet an, dass da wohl der Überlauf mal gereinigt werden müsse. Wohl war und zwar so schnell wie möglich...
Mit Kamera und Zollstock rücken wir unserem alten Baby den Nachmittag über zuleibe, außerdem machen wir Bekanntschaft mit einem Teil der Nachbarschaft (sehr herzlich und hilfsbereit!) In Sachen Teich erfahren wir unter anderem, dass die Vorbesitzer den wohl zwecks Vergrößerung ausbaggern liessen und dabei möglicherweise unwissentlich das Überlaufrohr geschreddert haben. Oder hat es sich doch nur einfach zugesetzt?
Wir nehmen jedenfalls eine fette ToDo-Liste mit nach Hamburg…