Blog - Stall

Hofprojekt 2009

Am 17.10.2009 von mag geschrieben

So, liebe Blog-Leser, es gibt tatsächlich mal wieder einen Eintrag ;-) Was unseren Sanierungsfortschritt angeht, habt Ihr nicht wirklich viel verpasst. Mit einem Baby vergeht die Zeit wie im Fluge und leider bleibt oft nicht viel Zeit für aufwändigere Hofprojekte.
Für dieses Jahr haben wir uns „nur“ ein großes Thema vorgenommen – die Hoffläche zwischen den 3 Gebäuden.
Die Fläche mußte abgezogen werden, der Schutt (natürlich alles voll... ;-), eine Dungplatte und eine alte Grube entsorgt werden. Für die späteren Wege und Befestigungen wurde dann eine Tragschicht eingebracht und verdichtet. Außerdem wurde längs des Stalls der Untergrund für die Paddocks geschaffen und an der Stirnseite des Stalls der für einen Longierplatz. Leerrohre für Elektro- und sonstige Leitungen, sowie Drainagen haben wir verlegt, außerdem schon mal die hofseitige Dachentwässerung des Stalls.
Auch unsere „Rampe“ am Hauseingang, ein aus Europaletten zusammengezimmertes Konstrukt, wurde durch ein Podest mit Treppenstufe aus Feldsteinen ersetzt. Dito am Nebeneingang Hundeschleuse. Dazwischen haben wir Granitpflaster verlegt. Schön!!
Weil für den Rest unsere Mittel nur bis zur Tragschicht reichten, liegen die Wege nun deutlich tiefer (da hier mal Großpflaster/Mecklenburger Bund verlegt werden soll) als die angrenzenden Flächen. Das ist ungünstig, weil der Mutterboden dann nachrutscht. Aber gut, vielleicht können wir nächstes Jahr zumindest die wichtigsten Bereiche pflastern – dieses Jahr wollen wir jetzt erstmal im Haus weiter machen.

Jetzt aber die extra lange Bildershow:

21. Juli – Ein paar Bilder vom Hof vor dem großen Erdschieben. 21. Juli – Vor dem Eingang. Die hübsche Palettenrampe hatten wir für Kinderwagentransport gebastelt, doch der Abschied wird nicht schwer fallen... 22. Juli – etwa 5 Stunden später. Die spätere Pflasterfläche an der Scheune wird ausgehoben. 23. Juli – Der Aushub – durchsetzt mit Schutt – wird abtransportiert. Die LKW bringen gleichzeitig RC-Beton für den Pflasterunterbau.
23. Juli – im Bild ein kleiner Teil des aufgenommenen alten Feldstein-Pflaster. Es war komplett überwachsen und unter einer Wegbefestigung aus Ziegelschutt verborgen. Leider als Pflaster durch zahlreiche ältere Erdarbeiten unvollständig und zerstört. 27. Juli – am Stall gab es auch noch eine alte Jauchegrube, die unser Bagger leichthändig rausgepult hat. 28. Juli – Der Unterbau aus RC-Beton der späteren Wegflächen wird abgerüttelt. Links abgesteckt der Bereich der späteren Paddocks vor dem Stall. 28. Juli – der Hof nimmt Formen an, die Wege, bzw. Pflasterflächen treten hervor, ein Großteil der Schutterde ist schon abtransportiert.
28. Juli – Blick Richtung Eingang. Hier, wo ein Staudengarten entstehen soll, haben wir die Erde extratief ausheben lassen. Wehe, mir begegnet da später auch nur ein Schuttbrocken... 29. Juli – Blick aus Richtung Straße auf den Hof. Da wächst kein grüner Halm mehr. Unser Eingang ist momentan hinten durch den Anbau. 31. Juli – die „Feinarbeiten“ beginnen. Am Stall werden später 4 Regenfallrohre sein, für deren Aufnahme und die der Paddock-Drainagen wird hier das KG-Rohr verlegt. 31. Juli – Blick auf unseren neuen Steinreichtum, jetzt kompakt platziert auf der Stall-Rückseite. Vorne im Bild die Drain-Rohre für Paddocks und Longierplatz.
5. August – Der moderne Hof braucht natürlich auch Strom- und Datenkabel an neuralgisch wichtigen Punkten. Dafür haben wir schon mal die Leerrohre verlegt. 5. August – Die Drainage-Rohre auf den Paddocks sind verlegt und angeschlossen, der Filterkies wartet darauf, verteilt zu werden. 12. August – Pflasterarbeiten am Wohnhaus. Da Granitblockstufen leider sehr teuer sind, haben wir uns die eigenen Ressourcen und damit für Eingangsstufen aus Feldsteinen entschieden. Die frostreie Gründung (Beton) war allerdings auch sauteuer... 12. August – Frostfreie Gründung für den Nebeneingang. Dusseliger Weise nicht rechtzeitig ausgehoben und wollten hier nicht nochmal den Betonmischwagen kommen lassen. Loch war aber zum Glück kleiner – trotzdem dolle Schufterei.
23. August – Die Treppe zum Nebeneingang Hundeschleuse ist bereits fertig verfugt, die Hauptreppe zumindest schon fertig verlegt. Als Fugmasse wurde ein Trasszementmörtel gewählt, soll am besten vor Ausblühungen schützen. 23. August – Detailblick auf die unverfugte Haupttreppe. Wie bei den Pflastersteinen haben wir hauptsächlich rötliche Steine herausgesucht. Schön dieses Foto zu haben, denn durch das Verfugen ging leider ein Teil des Charmes verloren. 2. September – Der Filterkies auf Paddocks und Longierplatz wird mit einem Vlies bedeckt, bevor nochmal 25 cm Sand und irgendwann später dann noch mal eine 10 cm Tretschicht aufgetragen werden. 2. September – Sandschicht für die Paddocks. Problem ist, dass die Wegetragschicht knapp 30 cm tieferliegt als das spätere gepflasterte Niveau. Auch haben wir zwischen Stall und Scheune einen Niveauunterschied von fast 70 Zentimetern.
2. September – Westliche Giebelseite des Stalls, der neue Longierplatz. Obwohl wir die komplette Rampe weggerissen haben, wird es auch hier wegen Geländeunebenheiten eine Art Terrasse zur Hofseite geben. 2. September – Longierplatz von der Straße aus. Der stützende Rand wird befestigt. An den beiden kleinen Türen im Giebel kann man noch sehen, wie hoch die seitlichen Betonrampen anstiegen, die abgerissen wurden. 2. Oktober – Zum Abschluß, unsere neue Vorderansciht vor den Gartenarbeiten. Nie mehr durch den Schlamm in Haus waten müssen ;-)) Der Garten soll mal durch einen kleinen schmiedeeisernen Zaun vom Hof abgegrenzt werden. 2. Oktober – und nochmal der Blick wie auf Bild 1, wenn auch deutlich herbstlicher und kahler ;-). Was da in der Mitte sprießt ist übrigens Weizen, der Mutterboden kommt vom Acker. So geht unser diesjähriges Großprojekt nun zuende.

Ein Königreich für ein Pferd

Themen: Stall Rund um den Hof Am 29.08.2008 von mag geschrieben

Das Königreich ist unser Hof – natürlich ;-) Das Pferd, eine Quarter Horse-Stute, zieht als Wintergast zu uns, sie gehört dem Tierarzt hier aus dem Ort. Zu dessen zweitem Pferd, einem Hengst, kann sie noch nicht, da Pferdenachwuchs üblicherweise in den Sommer hineinwachsen und sie somit auch erst im Frühjahr gedeckt werden soll (die Pferdeschwangerschaft dauert fast ein Jahr).

Wir werden provisorisch eine Ecke im Stall herrichten – den sie ansonsten vorerst leider nur mit gelagerten Baustoffen teilen wird. Dafür hat sie die beiden Koppeln für sich, da muß „nur“ noch ein Zaun drum...

Auf der anderen Seite

Themen: Stall Am 21.01.2008 von mag geschrieben

gibt es auch immer was zu tun. Das Heubodenfenster am Stall zum Beispiel. Hier hatten jahrzentelanges Auf- und Zuklappen (oder einfach schlechter Mörtel) das Mauerwerk arg gezeichnet.

Da leider auch die Fußpfette des Dachstuhls bei einem totalen Wegbruch des Wandstücks in Gefahr gewesen wäre (und damit der ganze Dachstuhl, uah) rutschte dieser Task auf unserer 10000-Punkte-Liste ganz nach oben.

Dank des erneut milden Winters war es problemlos möglich sich auch jetzt daran zu machen. Wieder einen kleinen Schandfleck geputzt.

Guter Tag, schlechter Tag

Themen: Stall Sanierung Am 12.07.2007 von mag geschrieben

Das sind sie also, unsere weißblauen dänischen Fenster mit Stichbogen, Oberlichtern, nach außen aufgehend. Eindruck von Innen. Die Bauherrin krendenzte Schnittchen mit Radieschen. Das schöne 3teilige Fenster zur Gartenseite. (Bild vom 14.7.) Tom, Uwe und Micha von der Firma Hartig beim Einbau des kleinen Küchenfensters, da kommt später die Küchenarbeitsplatte drunter, bis in die Fensterlaibung rein. (Bild vom 14.7.) Beim Einpassen des Fensters am Nordgiebel. (Bild vom 14.7.)

Heute war ein großer Tag, denn wir haben, zusammen mit einem Zimmerer der Firma Hartig, endlich angefangen, unsere hübschen blauweißen Fenster einzubauen – und damit das Haus auf einen Schlag verändert. Endlich sind die dunklen Löcher weg (nee, nicht die leeren Fensterhöhlen, sondern die alten Drehkipp-Fenster mit dunkelgrünem Rahmen, die von der Ferne wie Löcher in der Fassade wirkten).
Stefan fand die Zweifarbigkeit der neuen Fenster allerdings zuviel des Guten und hätte sich das etwas einfacher gewünscht. Auwei, nachdem es ausgesprochen war, kippte das gefühlt Hübsche auf einmal ins Kitschige (brrr – meine Kitschtoleranz ist nämlich sehr, sehr klein).
In dem Moment kam es mir vor, dass das Ganze so dänisch aussah, dass da eigentlich ein Strohdach drauf und Dünen vor gehöret hätten. So lief ich herum und betrachtete das Werk aus verschiedensten Distanzen und Perspektiven und wechselte fliegend zwischen „quatsch, ist doch super“ und „doch über’s Ziel hinaus geschossen“.
Verwirrung und angeknackste Gestalterehre wurden von Tom und den Nachbarn dankbarer Weise ignoriert und mit Begeisterung konfrontiert.

Heute war kein guter Tag weil der auf den eigentlichen Fensterrahmen aufgesetzte Rahmen zur Befestigung nicht so war, wie wir ihn zum Einbauen gebraucht hätten. Wahrscheinlich ein Mißverständnis in der Deutsch-Englisch-Polnischen Kommunikation.
Während wir uns noch ärgerten und nach einer improvisierten Lösung suchten, kam ein Anruf von der Bank – das Geld für die eingereichten Rechnungen vom Klempner & Co. würde erst vom Kredit beglichen, wenn ein Kontrolleur sich vor Ort ein Bild gemacht hätte. Tom war fuchsteufelswild, er könnte die Sanitärfirma ja wohl kaum so lange warten lassen, bis irgendwann mal ein Kontrolleur vorbei käme. Und wo das im Vertrag überhaupt vereinbart wäre. Außerdem wäre ja erst im April ein Kontrolleur dagewesen. Nach einigen Telefonaten, zwischen denen immer mal wieder ein Fenster eingebaut wurde ;-) erwies uns die Bank ausnahmsweise die Gnade, das Geld doch schon auszuzahlen, aber dennoch in der kommenden Woche einen Kontrolleur zu schicken (was ja auch überhaupt kein Problem für uns ist). Trotzdem war die Stimmung danach irgendwie mau.

Nachmittags kam auch Herr Bold, unser Klempner, Stefan bemängelte die „Unordnung“ einiger verlegter Leitungen und ordnete eine einheitliche Verlegetiefe an. Meine Sorge wegen der nicht ausgestemmten Rohrwege, die nun auf dem Unterbeton (in Schaum gebettet) liegen, wurde mir aber – mehr oder weniger erfolgreich – genommen. Es wird etwas enger als geplant mit der Duschtasse in der Hundeschleuse (das ist der kleine Nebeneingang für die, die gerne durch Morast wandern...), ansonsten hat alles soweit wie gedacht geklappt.

Toms persönliches Schlachtfeld ist der Versorgungsstrang (Strom, Wasser, Abwasser) zwischen Haus und Stall, mitsamt dem Schacht der vor dem Stallgiebel gesetzt werden soll. Die beteiligten Herrn waren heute etwas gereizter Stimmung ob der richtigen Vorgehensweise, weil jeder glaubt, es am besten wissen. Mehr will ich gar nicht zu erzählen, zumindest die Leserinnen werden sich ihren Teil denken können.

Es war 7, als wir durch waren – und zwar im doppelten Wortsinn. Mir steckten schon 3 Tage Pixelei bis nach Mitternacht in den Knochen und dieser ständige Switch zwischen den zahllosen Baustellen-Details und meinen Jobs zerrt ganz schön an der Denk-Kondition. Den Tag beschließen wir also rein subjektiv mit gemischten Gefühlen, obwohl wir objektiv einen Meilenstein erreicht haben.

 




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