Blog - Stadtleben

HH

Themen: Rund um den Hof Stadtleben Jobs Außerdem Am 05.04.2008 von mag geschrieben

Es ist Wochenende, bin seit knapp einer Woche in Hamburg und fahre gleich nochmal zum Kunden in die Agentur, da Montag Präsentation ist. Habe die Zeit genutzt, ein paar März-Beiträge im Blog nachzutragen.
Wetter war zum Glück durchgehend sch..., also kein Verlust oder Gartensehnsucht. Na ja, was heißt Garten – das Matschfeld, das mal ein Garten werden soll. Tiefenlockerer für Fergie ist nun in Auftrag gegeben, Sonntag und Montag hatten wir nochmal Erde geschoben um künftige Dauerpfützen zu vermeiden, dabei hat sich Fergie mal wieder festgefahren.
Im Haus sind nun Küchenecke und Vorratsraum gefliest, bin schon gespannt, wenn ich mir das Dienstag anschaue! Tom hat gestern mit unserm Nachbarn aus einer umgestürzten Buche in einem weit entfernten Wald ;-) 6, 7 Raummeter Holz gemacht. Schön, aber jetzt kann erstmal der Frühling kommen.

Aus der Glotze

Themen: Außerdem Stadtleben Am 05.07.2007 von mag geschrieben

Was macht man bei diesem Scheißwetter abends in Hamburg... Na klar, was alle machen: Glotze einschalten. Für mich nun ja ein feierliches Ereignis, da wir seit Monaten ohne Ferni leben und ich nur in Hamburg über die DVBT-Karte an meinem Rechner mal zum Gucken komme.
Als frisches Landei ist es natürlich nur standesgemäß hinterm Mond zu leben, daher mag meine folgende Überschwenglichkeit dem geübten Mattscheibenschauer nur ein „läuft doch schon ewig“ entlocken: Seit Jahren gibt es mal wieder einen Grund, RTL zu gucken und zwar donnerstags abends. Dieser heißt „Prison Break“ und ist ein einsamer Beweis, dass fernsehen sich doch manchmal lohnt.
Weitere Beweise: „Invasion“ (leider nach 1 Staffel abgesetzt – hat wohl nicht genug mit dem Zaunpfahl gewunken oder es gab zu wenig Geballer) und „4400“ (sehr gut, aber Invasion war noch besser).

Na ja, schön, wenn es nächste Woche wieder auf die Baustelle geht (bitte mit Sonne!!!) und abends eine alte Star Trek-Folge im DVD-Player wartet...

Wieder zu Hause

Themen: Sanierung Stadtleben Am 03.02.2007 von mag geschrieben

So sah es bei meiner Rückkehr heute aus. Der Anbau sieht doch schon ganz nett aus!

Rückfahrt von Hamburg auf's Dorf, vom diesigen Regenwetter in strahlenden Sonnenschein.
In Hamburg haben wir uns nochmal mit all den guten Sachen eingedeckt, die es hier leider nicht gibt: 5 Bauernbrote auf dem Biomarkt am Spritzenplatz. Schweizer Käse (der – so glaube ich – nur deshalb noch so lecker ist, weil die Schweiz nicht in der EU ist) bei Schweizweit. Oliven, Schafskäse, eingelegte Tomaten und Pinienkerne bei Soltani im Mercado. Und Rausch-Schokolade und Nußjoghurt im Glas im Spar.
Dann in Eppendorf in dem kleinen Drogerie- und Farbenladen bei Susann um die Ecke noch schnell Taubenblau und Brilliantblau anmischen lassen (für unsere Farbmix-Experimente zur Findung der richtigen Fensterfarbe ;-), von Susann verabschiedet und raus aus der Stadt.

Auf dem Hof blieben mir schlimme Anblicke erspart, der Baggerfahrer hatte die üppigsten Erdhügel schon wieder zum verfüllen der Kollektorgräben abgetragen. Schotter und Schutt inklusive. Decken wir später den Mantel eines guten Mutterbodens darüber...

Ottensen-Blues

Themen: Stadtleben Am 31.01.2007 von mag geschrieben

Ich arbeite für ein paar Tage beim Kunden vor Ort in Ottensen. Statt wir früher in 10 Minuten zu Fuß, radele ich nun eine halbe Stunde von der neuen Hamburger Heimat in Hoheluft. Würde sogar Spaß machen, hätte ich nicht den Fehlkauf der Saison getätigt: eine richtige, warme Winterjacke. Die naive Vorstellung, im Januar könnte das Thermometer auch mal unter 0 Grad rutschen, ließ mich leichtsinniger Weise auf eine luftigere Alternative verzichten. So komme ich allmorgendlich ultrahocherhitzt ins Büro und hoffe, dass mich das Deo nicht im Stich läßt.

Die Mittagspause gleich mal für einen Rundgang durch’s Quartier genutzt. War das schööön! Sonnenschein, quirliges, lautes Leben. Eng, bunt, kompakt, hektisch. Die Tage vorher hatte ich das neue Quartier bei Susann Richtung Lehmweg und Eppendorfer Baum erkundet und mich da doch etwas unwohl gefühlt. Edelboutiquen, Antiquitätenhändler, Kunstläden, gepflegte Menschen und schicke Autos. Hier und da ein Schimmer vom alten Eppendorf – ein Schuster, eine hutzelige Drogerie mit Farben- und Taptenabteilung. Ansonsten das Gefühl, ziemlich underdressed zu sein. Ottensen, Du fehlst mir!

Nachts nicht im Zug

Themen: Stadtleben Außerdem Am 25.01.2007 von mag geschrieben

Jesses, gar Unglaubliches ist mir heute wiederfahren. Die Bahn ist bei mir schon wieder ganz tief ins Minus gerutscht. Heute wollte ich über’s Wochenende auf’s Dorf fahren, erstmalig mit dem Zug. Entspannt online das Ticket gekauft und mich mit einer ziemlich schweren Tasche auf den Weg zum Klosterstern gemacht. U-Bahn verpasst – scheiße, denn es war schon 20 nach und um viertel vor ging der ICE nach Bützow. Die U-Bahn landet auch noch am „falschen“ Ende des Hamburger Hauptbahnhofs, also im Sauseschritt und Schulterschmerzen durch das Bahnhofsvolk gekämpft – Richtung Gleis 11. Durch den Endorphin-Nebel vernahm ich dann die Durchsage, dass der ICE nach Rostock, Abfahrt 19.44 Uhr ausfällt. Reisende nach Rostock mögen mit die Regionalbahn um 20.20 Uhr nehmen.

Meine Ungläubigkeit und eine Menschentraube am Servicepoint direkt über’m Gleis 11 bremste meinen Lauf. Zwei Mitarbeiter, 40 verwirrte Passagiere. Da Rostock nicht mein Ziel war, sondern Bützow half mir die Durchsage null – ganz abgesehen davon, dass ich meinen Anschluss nach Stavenhagen verpasst hätte.

Ich eilte also zum DB-Reisecenter, welches sich sowohl längs wie quer gesehen an der gegenüberliegenden Ecke des nicht eben kleinen Hauptbahnhofs befindet. Dort war die Schlange zwar kürzer, doch war mein Anstehen vergeblich. Es gab keine Alternative, bestenfalls bis Güstrow wäre ich noch gekommen, wie mir ein hilflos wirkender Herr am Schalter fast flüsternd zu verstehen gab. Zur Erstattung des Fahrpreises wurden einige Dokumente gestempelt und zugesagt, dass das Geld auf’s Konto zurücküberwiesen würde. Nun denn, ich will es für alle Beteiligten hoffen!

Nun habe ich das Dorf leider erstmal abgeschrieben, denn da ich Sonntag wieder in Hamburg sein muß, wäre mir eine Reise für zwei Tage doch zu streßig und zu teuer gewesen.
Bahn, ich bin sauer!!

Meine digitale Baustelle

Themen: Stadtleben Jobs Außerdem Am 24.01.2007 von mag geschrieben

Die Agentur ist so groß, dass das morgendliche Grüßen bei den meisten Anwesenden nicht zum Ritual zu gehören scheint. Ich versuche mir den langen Weg zwischen Cafeteria und Arbeitsplatz zu merken. Großraumbüro, Hiphop in Schreibtischlautstärke aus schrammeligen Lautsprechern, meine kontaktlinsenoptimierten Augen klagen über die Klimaanlage. Das Projektteam ist nett, zum Mittag ziehen sich die temporären Kollegen satt ein 0,5-Glas Bierchen rein. Das Hotelzimmer kann nicht ganz mit dem Nachtzug mithalten, das Frühstück auch nicht.
Morgens dann Schnee. Ich denke an die Baustelle, die Erdarbeiten und wie überflüssig ein Winter doch ist, wenn er erst Ende Januar losgeht. Der Tag vergeht mit der Konzeption und Absprache komplizierter Webfeatures für ganz banale Votingfunktionen. Die Tücke liegt once more im Detail.
Wieder im Nachtzug nach einem rotweinigen Absacker, obwohl total müde, werfe ich noch eine DVD rein. Die Geisha, Zickenkrieg in Seide – war da noch mehr? Ich schlafe durch und nehme mir ein Ei zum Frühstück.

Frühstücks-Reportage

Themen: Stadtleben Am 12.12.2006 von mag geschrieben

Während unserer Geschirr- und Kühlschrankfreien Tage in der Lobuschstraße haben wir uns auch ein paar Mal „Auswärts-Frühstück“ gegönnt. Unschlagbar: Brunchen im Insbeth am Alma-Wartenberg-Platz für EUR 6,50. Ein O-Saft und Getränk nach Wahl inklusive. Das Buffet ist vor dem Thresen aufgebaut, der verwinkelte Laden mit der zusammengewürfelten Möblierung macht schönes Daheim-Feeling. Man teilt sich die großen Tische friedlich mit anderen Gruppen oder Solo-Gästen. Vor halb 12 kommen, sonst wird’s eng.

Den Laden nebenan (Name vergessen) haben wir auch mal ausprobiert, 7,50 mit Getränk (aber kein O-Saft) nach Wahl in stylishem Ambiente mit schickem Volk, meist Pärchen. Wir saßen am Fenster auf kleinen Ledersofas vor Wohnzimmertischchen, sehr unbequem. Wer gerne gute Antipasti zum Frühstück ißt und sich einen Eindruck von der zunehmenden Eppendorfisierung Ottensens machen will, ist hier richtig. Plus: gute Zeitungslektüre.

Enttäuschend: Café Olé, bei uns um die Ecke. Schöner Laden mit gutem Ruf. Es gibt kein Brunch, aber verschiedene Frühstücksmodule, die man sich zusammenstellen kann. Eher teuer, vor allem im Vergleich zum Insbeth. Wir trafen sonntags auch noch auf zwei offensichtlich überforderte Damen, die alleine Küche und Bedienung machten – bei reichlich Frühstücksgästen. Bei einer 5er Gruppe, die nach uns kam, wurde dann zuerst die Bestellung aufgenommen, danach verschwanden beide Damen in der Küche. Wir warteten brav noche eine Weile, doch offensichtlich vergessen machten wir uns knurrenden Magens davon. Über das Essen kann ich also nichts sagen, aber der Service war scheiße.

Zwei Wochen heimatlos

Themen: Stadtleben Rund um den Hof Außerdem Am 11.12.2006 von mag geschrieben

Nach unserem Umzug bewegen wir uns im Niemandsland. Hallende Schritte auf den alten Dielen in der Lobuschstraße, ein paar Frühstücksutensilien in einer Plastiktüte in einer Ecke der kühlen Loggia, ein verwirrter Hund der durch die leeren Räume tapst, zwischen Farbeimern und Putzzeug. Das Vertraute ist uns schnell fremd geworden, Zeit für schwelgerische Gedanken an Vergangenes bleibt kaum, wir arbeiten bis weit in die Nacht, die wir dann wenig erholsam auf einer dünnen Schaumstoffmatratze aus dem VW-Bus verbringen.
Zum ersten Mal seit Jahren wieder was per Pizza-Taxi bestellt. Haben die eigentlich keine Gewürze da?

Dienstag geht’s nahtlos weiter auf's Dorf. Besprechung auf der Baustelle zum Timing und Fortschritt der Arbeiten. Handwerkerrechnungen eintreiben, zwecks der 16% und Einreichen bei der Bank. Unterlagen für den Antrag aus dem Dorferneuerungsprogramm zusammenstellen.
Unsere provisorische Bleibe im Scheunenbüro erfährt auch noch einen kleinen Umbau den wir zwischen Umzugskartons und allgemeinem Chaos vornehmen. Es gelingt uns, den groben Sollzustand hinzubekommen – eine halbe Wand rausnehmen, neue Türöffnung setzen, Küchenkartons ausräumen und DSL einrichten (jehu!), Büro aufbauen.

Die Tage verfliegen, wir arbeiten, bis wir zu müde zum Arme heben sind, schlafen tief und traumlos und kommen morgens nur mühsam wieder aus der Kiste, um auf’s Neue zu werkeln...
Gab es mal eine Zeit mit entspanntem Abend ausklingen lassen vor der Glotze und liebevoll zubereiteten Mahlzeiten? Die Erinnerung verblasst so langsam.

Am Ende der Woche wieder Retour nach Hamburg, zweite Schicht in der Lobuschstraße – Montag ist Übergabe und es geht um 3 Monatsmieten Kaution und Abstand für Küche, Bad und Pflasterarbeiten im Garten.
Samstag streunen wir nochmal durch „unser“ Viertel, essen im Leuchtturm am Spritzenplatz und schauen uns im Zeise einen Film an. Zurück in der Lobuschstraße diese schallende Leere. Unsere Gedanken kreisen aber um möglicherweise übersehene Malstellen an den Wänden und noch zu lackierende Fußleisten, ums Fenster putzen und Schränke auswischen.

Der Montag verläuft hektisch, für 15 Uhr ist die Übergabe angesetzt. Die Maklerin kündigt 20 Minuten Verspätung an, zum Glück. Wir kriegen den noch verbleibenden Krempel nicht komplett ins Auto gepackt. Nachbar Christian, der sich bereit erklärt hat, ein paar Sachen zwischenzulagern, hat gerade einen Kundentermin. Wir stapeln erstmal alles im Treppenhaus. Die Übergabe verläuft mittelmäßig.
„Ich dachte, Sie hätten alles weiß gestrichen?“
„Nee, sowas war aber nicht besprochen. Im Vertrag stand nur ,renoviert übergeben‘. Wir haben extra die Farben wieder aufgetrieben, damit man keine Übergänge sieht.“
„Hm.“
Beim Verabschieden im Flur:
„Oh, da ist aber noch was. Da, an der Decke.“ Erwischt, die Decke im Flur haben wir tatsächlich vergessen. Wir erklären gegenseitig, dass wir uns da schon einig werden. Die Tür geht hinter uns zu, wir stehen im Treppenhaus – die Wohnung ist weg und wir haben es gar nicht richtig mitbekommen.

Nochmal, weil’s so schön war

Themen: Stadtleben Am 23.11.2006 von mag geschrieben

In Erinnerung an all die verqualmten, rotweinseligen Abende in unserer Hamburger Küche mit Pasta machen, Plätzchen oder Pizza backen, Glühwein kochen oder einfach nur Nüsse futtern. Schöne Zeiten!
Das war dann also der letzter Abend mit Freunden und Rotwein in unserer Wohnküche in der Lobuschstraße. Es war mal wieder sehr nett, werde das sehr vermissen!

Auszug in Etappen

Themen: Stadtleben Außerdem Am 10.11.2006 von mag geschrieben

Unsere Wohnung leert sich so langsam. Tom nimmt jedes mal eine Fuhre Klamotten mit, aber es ist noch genug da, dass wir am Umzugstag richtig ins Schwitzen kommen werden. Für Ende November ist ein Transporter mit Anhänger gebucht, danach bleiben noch ein paar Tage zum Renovieren und Ausstand feiern.
Der eine oder andere potentielle Nachmieter ist auch schon durch unsere Hallen getrabt, allerdings wird die Miete deutlich teurer werden, das schränkt den Kandidatenkreis ebenso deutlich ein.
Eigentlich würde ich jetzt gerne noch auf die letzten Tage mehr von Ottensen haben und hier was unternehmen, aber im Moment bin ich jeden Tag bei der Kundschaft vor Ort und das sch... Wetter treibt einen auch nicht gerade vor die Tür. Wird nachgeholt!

Susann spendet ein Zimmer

Themen: Stadtleben Außerdem Am 08.11.2006 von mag geschrieben

Liebe Frau Ebert, an dieser Stelle einen herzlichen Dank für Ihr großzügiges Angebot eine Räumlichkeit in Ihrem Domizil zur Verfügung zu stellen. Auch wenn sich dieses bedauerlicherweise in Eppendorf befindet, einer üblen Gegend, wo rücksichtslose BMW-Cabrio-Fahrer und zugekokste Schnösel aus dem Falkenried Quartier die Gegend unsicher machen.
Doch die Option, diesen Winter auch ein paar Tage die Woche in einer normal beheizten Behausung zu verbringen sind unschlagbar verlockend.
Bleibt uns also, ob unserer WG-Tauglichkeit (ist ja schon ne Weile her) guten Mutes zu sein und dass wir möglichst nie meinen Kochkünsten ausgeliefert sein werden...

Leaving Lobusch...

Themen: Stadtleben Außerdem Am 19.10.2006 von mag geschrieben

... steht bald an. Gestern gab es in unserem Hamburg Wohnbüro eine Besichtigungstour von Hausbesitzerin und Makler. Vielleicht schon in 4, spätestens 8 Wochen sind wir hier raus. Ich kann es irgendwie gar nicht glauben. Und hier ist auch noch jede Menge zu tun, packen, aufräumen, renovieren, Umzug, Ausstandsparty – vielleicht nicht in der Reihenfolge. Und ein Gästezimmer finden...

Wochenende

Themen: Stadtleben Sanierung Rund um den Hof Am 13.10.2006 von mag geschrieben

Heute noch über Stromverteilerkästen diskutiert und eine Kutschfahrt durch eine märchenhafte Herbstlandschaft gemacht, morgen schon wieder im Hamburger Trubel mit Datscha-Party am Abend.
Zum Thema Abwasser- und Frischwasserleitungen sowie Stromverteilung sind wir jetzt jedenfalls schlauer. Die ersten Skizzen sind gescribblet, Thematik Wärmepumpenzähler getrennt von Heizverteiler & Co auch genehmigt. Jetzt müssen wir das Ganze mal detailierter anlegen.

Heute erstmals unseren Nachbarn von der Kate getroffen, ich glaube er war dieses Jahr noch gar nicht einmal da gewesen. Er kam mit einem Campinganhänger, sowie Tochter und Hündchen. Hatte mir ihn ganz anders vorgestellt ;-) Hatten ihn ja schon mal vergeblich versucht telefonisch aufzustöbern, da wir dachten, dass er vielleicht verkaufen will (für Susann). Dem ist leider nicht so. Und abreißen will er die Kate auch, wie befürchtet. Aber die nächsten 5 Jahre wird er wohl sehr selten hier sein, bis dahin ist die Hecke hoffentlich dicht gewachsen. Nur schade, schade, schade um die Kate!!!

Heute Abend geht's zurück nach Hamburg und morgen nach dem Frühstück fahren meine Eltern per ICE heim in den Süden. Nachmittags treffen wir dann Cousinchen Rebekka mit Yannick, die gerade in Hamburg zwecks Tagung sind. Abends dann noch was feiern – dann bin auch erstmal wieder reif für einen Sofatag.

Hundefreies Hamburg

Themen: Stadtleben Am 12.04.2006 von mag geschrieben

Seit April gilt in Hamburg das neue „Hundegesetz“. Schon seit dessen Ankündigung vor über einem Jahr hoffte ich: bis dahin sind wir weg aus Hamburg. Na ja, hat ja fast geklappt – zumindest ist das neue Heim endlich gefunden und gekauft.
Bis zum Beziehen blühen uns aber wahrscheinlich noch diverse Gassis in Hamburger Parks und bei schönem Wetter zieht es auch die Kontrolletis gerne mal in Grüne…
Just eben sind wir mit Glück einem im Altonaer Volkspark entkommen, das wird noch ein Spaß.

Neben sinnvollen Maßnahmen wie Chip- und Haftpflichtversicherungs-Pflicht beinhaltet das Hundegesetz auch, das Hunde immer an der Leine zu führen sind. Das grenzt bei einem temperamentvollen Hund wie Lolek eindeutig an Tierquälerei (und, nebenbei bemerkt, wenn man nicht gerade Türsteher-Muckis hat, auch an Menschenquälerei). Ausnahmen sind Hundeauslaufflächen in diversen Parks, die garantiert kein Hundekenner ausgewählt hat und die höchstens einem Zwergpekinesen zum Austoben genügen.
Durch eine Gehorsamprüfung (Hundeführerschein) kann man von der Leinenpflicht befreit werden, jedoch nur – und jetzt kommt's – auf Gehwegen. Hä? Ja, richtig, Gehwegen. Freiheit für die Bordsteinscheißer.
Und außerdem sind Hunde in Parks einfach viel gefährlicher als auf Gehwegen, logisch.

Letzlich verbirgt sich dahinter die Absicht Hamburg zur hundefreien Stadt zu machen, mit Ausnahmen von Zwergpekinsen und anderen Toy-Hunden (die heißen wirklich so), welche nicht wirklich als Hunde bezeichnet werden können.

Ich denke mir: so 3 Hektar Land haben doch was für sich...

Arbeit ohne Ende und ohne Toilette…

Themen: Jobs Stadtleben Am 06.04.2006 von mag geschrieben

Ich bin wie gerädert. Gestern bis halb 3 gearbeitet und gerade läuft schon wieder die Nationalhymne auf DLF = Mitternacht.
Habe mal wieder nicht Nein sagen können und meine Projekte auf Knirsch geplant. Zwei Abgaben zu Anfang nächster Woche, Montag und Dienstag Mitarbeit an einem Pitch (= sehr langer Arbeitstag) am Sonntag gibt's dazu das Briefing. Kunde X hat mich heute am Telefon schon gewarnt, dass ihm seine Programmierer im Nacken sitzen und Druck machen – den ich natürlich abkriege. Also Kunde beruhigt und mich stillscheigend einfach nur an meinen Optimismus geklammert. Jetzt darf nichts schief gehen – sei schön brav, Powerbook, Backups gibt's irgendwann, wenn mal Zeit ist...
Die Schieflage in meinen (& Toms) Schlafrythmus kam, als wir gestern schreckensstarr Nässeränder an der Toilettenwand entdeckten. Nachdem wir das halbe Bad demontiert hatten, war der Übeltäter endlich enttarnt – es hätte kaum schlimmer kommen können (außer wir hätten das Maleur erst in drei Wochen entdeckt): der Wasserspülkasten leckte.
Also losgebastelt und anschließend noch eine Nachtschicht am Notebook eingeschoben...
Heute morgen dann stellte sich heraus, dass unsere Reparaturaktion schief gegangen war: Leck noch größer, kostbare Zeit und unbezahlbaren SCHLAF für Nichts geopfert. Ist das ein Omen für unser neues Haus?
Buah, ich hoffe nicht. Wie auch immer, heute neuen Rettungsversuch gestartet und schon wieder optimistisch ;-) Vor allem weil ich jetzt in mein allerliebstes Bettchen krabbeln werde, morgen ist schließlich auch noch ein Tag!

Haus begießen

Themen: Stadtleben Haussuche Rund um den Hof Am 02.04.2006 von mag geschrieben

Sich mit einem Resthof-Kauf in der Wallachei zu outen, hat zur Folge, dass man angeschaut wird als hätte man eine faszinierende Krankheit. Sorgevolle Blicke, skeptische Fragen und leises Kopfschütteln – man muß aufpassen, dass man nicht beginnt, sich ständig zu rechtfertigen. Nicht umsonst haben wir wohlweislich während unserer fast 1 1/2-jährigen Suche die Klappe gehalten. Solche Diskussionen im Vorwege gehen einem dann doch irgendwann auf den Sack und zu den Zeiten, wo wir dachten, dass wir nie einen passenden Hof finden, hätte mich sowas nicht gerade motiviert.

Freitag haben wir in kleiner Runde das Haus begossen und das Unverständnis hat die Begeisterung doch deutlich überwogen. Die ganzen Neonazis, der weite Weg nach Hamburg, die Heizkosten, soviel Arbeit, zuviel Acker, zu wenig Wald, kein ordentliches Internet und überhaupt, die Dörfler an sich...
Na, na, muß man immer gleich alles so düster sehen? Wenn's soweit kommt, ist noch genug Zeit um sich über die unschönen Seiten des Landlebens zu beklagen. Und irgendwie findet sich immer für alles eine Lösung. Ein bißchen weniger Kopf und mehr Bauch ist manchmal ganz gut, um sich nicht alles schon im Vorwege schlecht zu grübeln.

Jedenfalls hatte ich als Folge dessen gestern auch noch einen Hammer-Kater, der mich bis in den frühen Abend hinein absolut unbrauchbar machte. So was hatte ich lange nicht mehr – sorry, Katja, dass ich es darum nicht zu Deiner Party geschafft habe!

 




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