Blog - Sanierung

Hofprojekt 2009

Am 17.10.2009 von mag geschrieben

So, liebe Blog-Leser, es gibt tatsächlich mal wieder einen Eintrag ;-) Was unseren Sanierungsfortschritt angeht, habt Ihr nicht wirklich viel verpasst. Mit einem Baby vergeht die Zeit wie im Fluge und leider bleibt oft nicht viel Zeit für aufwändigere Hofprojekte.
Für dieses Jahr haben wir uns „nur“ ein großes Thema vorgenommen – die Hoffläche zwischen den 3 Gebäuden.
Die Fläche mußte abgezogen werden, der Schutt (natürlich alles voll... ;-), eine Dungplatte und eine alte Grube entsorgt werden. Für die späteren Wege und Befestigungen wurde dann eine Tragschicht eingebracht und verdichtet. Außerdem wurde längs des Stalls der Untergrund für die Paddocks geschaffen und an der Stirnseite des Stalls der für einen Longierplatz. Leerrohre für Elektro- und sonstige Leitungen, sowie Drainagen haben wir verlegt, außerdem schon mal die hofseitige Dachentwässerung des Stalls.
Auch unsere „Rampe“ am Hauseingang, ein aus Europaletten zusammengezimmertes Konstrukt, wurde durch ein Podest mit Treppenstufe aus Feldsteinen ersetzt. Dito am Nebeneingang Hundeschleuse. Dazwischen haben wir Granitpflaster verlegt. Schön!!
Weil für den Rest unsere Mittel nur bis zur Tragschicht reichten, liegen die Wege nun deutlich tiefer (da hier mal Großpflaster/Mecklenburger Bund verlegt werden soll) als die angrenzenden Flächen. Das ist ungünstig, weil der Mutterboden dann nachrutscht. Aber gut, vielleicht können wir nächstes Jahr zumindest die wichtigsten Bereiche pflastern – dieses Jahr wollen wir jetzt erstmal im Haus weiter machen.

Jetzt aber die extra lange Bildershow:

21. Juli – Ein paar Bilder vom Hof vor dem großen Erdschieben. 21. Juli – Vor dem Eingang. Die hübsche Palettenrampe hatten wir für Kinderwagentransport gebastelt, doch der Abschied wird nicht schwer fallen... 22. Juli – etwa 5 Stunden später. Die spätere Pflasterfläche an der Scheune wird ausgehoben. 23. Juli – Der Aushub – durchsetzt mit Schutt – wird abtransportiert. Die LKW bringen gleichzeitig RC-Beton für den Pflasterunterbau.
23. Juli – im Bild ein kleiner Teil des aufgenommenen alten Feldstein-Pflaster. Es war komplett überwachsen und unter einer Wegbefestigung aus Ziegelschutt verborgen. Leider als Pflaster durch zahlreiche ältere Erdarbeiten unvollständig und zerstört. 27. Juli – am Stall gab es auch noch eine alte Jauchegrube, die unser Bagger leichthändig rausgepult hat. 28. Juli – Der Unterbau aus RC-Beton der späteren Wegflächen wird abgerüttelt. Links abgesteckt der Bereich der späteren Paddocks vor dem Stall. 28. Juli – der Hof nimmt Formen an, die Wege, bzw. Pflasterflächen treten hervor, ein Großteil der Schutterde ist schon abtransportiert.
28. Juli – Blick Richtung Eingang. Hier, wo ein Staudengarten entstehen soll, haben wir die Erde extratief ausheben lassen. Wehe, mir begegnet da später auch nur ein Schuttbrocken... 29. Juli – Blick aus Richtung Straße auf den Hof. Da wächst kein grüner Halm mehr. Unser Eingang ist momentan hinten durch den Anbau. 31. Juli – die „Feinarbeiten“ beginnen. Am Stall werden später 4 Regenfallrohre sein, für deren Aufnahme und die der Paddock-Drainagen wird hier das KG-Rohr verlegt. 31. Juli – Blick auf unseren neuen Steinreichtum, jetzt kompakt platziert auf der Stall-Rückseite. Vorne im Bild die Drain-Rohre für Paddocks und Longierplatz.
5. August – Der moderne Hof braucht natürlich auch Strom- und Datenkabel an neuralgisch wichtigen Punkten. Dafür haben wir schon mal die Leerrohre verlegt. 5. August – Die Drainage-Rohre auf den Paddocks sind verlegt und angeschlossen, der Filterkies wartet darauf, verteilt zu werden. 12. August – Pflasterarbeiten am Wohnhaus. Da Granitblockstufen leider sehr teuer sind, haben wir uns die eigenen Ressourcen und damit für Eingangsstufen aus Feldsteinen entschieden. Die frostreie Gründung (Beton) war allerdings auch sauteuer... 12. August – Frostfreie Gründung für den Nebeneingang. Dusseliger Weise nicht rechtzeitig ausgehoben und wollten hier nicht nochmal den Betonmischwagen kommen lassen. Loch war aber zum Glück kleiner – trotzdem dolle Schufterei.
23. August – Die Treppe zum Nebeneingang Hundeschleuse ist bereits fertig verfugt, die Hauptreppe zumindest schon fertig verlegt. Als Fugmasse wurde ein Trasszementmörtel gewählt, soll am besten vor Ausblühungen schützen. 23. August – Detailblick auf die unverfugte Haupttreppe. Wie bei den Pflastersteinen haben wir hauptsächlich rötliche Steine herausgesucht. Schön dieses Foto zu haben, denn durch das Verfugen ging leider ein Teil des Charmes verloren. 2. September – Der Filterkies auf Paddocks und Longierplatz wird mit einem Vlies bedeckt, bevor nochmal 25 cm Sand und irgendwann später dann noch mal eine 10 cm Tretschicht aufgetragen werden. 2. September – Sandschicht für die Paddocks. Problem ist, dass die Wegetragschicht knapp 30 cm tieferliegt als das spätere gepflasterte Niveau. Auch haben wir zwischen Stall und Scheune einen Niveauunterschied von fast 70 Zentimetern.
2. September – Westliche Giebelseite des Stalls, der neue Longierplatz. Obwohl wir die komplette Rampe weggerissen haben, wird es auch hier wegen Geländeunebenheiten eine Art Terrasse zur Hofseite geben. 2. September – Longierplatz von der Straße aus. Der stützende Rand wird befestigt. An den beiden kleinen Türen im Giebel kann man noch sehen, wie hoch die seitlichen Betonrampen anstiegen, die abgerissen wurden. 2. Oktober – Zum Abschluß, unsere neue Vorderansciht vor den Gartenarbeiten. Nie mehr durch den Schlamm in Haus waten müssen ;-)) Der Garten soll mal durch einen kleinen schmiedeeisernen Zaun vom Hof abgegrenzt werden. 2. Oktober – und nochmal der Blick wie auf Bild 1, wenn auch deutlich herbstlicher und kahler ;-). Was da in der Mitte sprießt ist übrigens Weizen, der Mutterboden kommt vom Acker. So geht unser diesjähriges Großprojekt nun zuende.

Grüße aus der Hundedusche

Themen: Sanierung Am 24.03.2009 von mag geschrieben

So, das ist sie also in Aktion – die vielbestaunte Hundeschleuse. Wir notieren: es funktioniert! Und sind zufrieden, dass wir es so gemacht haben.
Annika ließ sich mit einigen Leckerlis bereitwillig in die ausgefeilte Waschanlage locken. Auch unsere Gummistiefel und Blumentöpfe wurden hier schon erfolgreich abgebraust. Und in Zukunft wird uns unser Nachwuchs bestimmt noch zahllose sinnvolle Einsätze bescheren...

Form follows function

Themen: Sanierung Am 15.12.2008 von mag geschrieben

So, wir sind eingezogen und zelebrieren weiterhin das gelebte Provisorium. Aber es ist warm, lichtdurchflutet und der Kachelofen ist mindestens so kuschelig wie er schön ist... Mit diesen Bildern wird 2008 erstmal abgeschlossen, im neuen Jahr stehen aber neue Abenteuer an.

Der Abend vor dem Einzug – erstes Probekochen. Allerdings noch auf unserem treuen 2-Flammen-Elektrofeld, da das Gaskochfeld noch umgerüstet werden muss. Bei schönstem Regenwetter und sattem Matsch fand heute der Umzug von der provisorischen Wohnung ins Haus statt. Jehu! Die Sofas stehen erst mal da, wo später mal die Leseecke hinkommt.
Blick Richtung Küche. Unser fabulöser Bierzelttisch kommt hier auch wieder zu Ehren – bis wir uns um ein angemesseneres Utensiel kümmern können. Es gibt da noch was an unserem WLAN-Netz zu optimieren... Im Moment gibt\'s im Wohnbereich nur schwachen Empfang, daher haben wir meinen Arbeitsplatz ins noch ungenutzte Bad verlegt. Da die Küchenschränke noch eine Weile auf sich warten lassen, leben wir nochmal ganz studentisch aus dem Regal. Blick durch die „Halle“ bei Sonnenschein :-) Im Moment ist ja noch alles offen, someday soll unter dem Trägerbalken eine große Schiebetür Ess- und Wohnzimmer trennen (können).

Das Koch-Cockpit

Themen: Sanierung Am 28.11.2008 von mag geschrieben

Die küchentechnische Mindestanforderung für den Einzug: Arbeitsplatte auf Kochblock mit Spüle und Kochfeld. Als Schränke und Ablagen würden wir uns erstmal mit ein paar billigen Ikea-Regalen behelfen, die dann später in Vorratsraum und Werkstatt Verwendung finden.

Warmes Wasser
Nachdem Tom die Elektrik im Block verlegt hatte, galt es noch einen Durchlauferhitzer zu erwerben und zu installieren. Da die Küche fast 20 Meter vom Wasserspeicher entfernt liegt, war dies so von Anfang an geplant. Nach einigen eingeholten Angeboten und Recherchen schwenkten wir von einem Clage-Modell zu einem etwas simpleren und günstigeren Siemens-Gerät um (DE21400 mit 21 KW).
Erschreckt stellten wir fest, dass das Ganze innendrin einen ziemlich schwabbeligen, billigen Eindruck machte, mit viel Plastik, auch an Übergangsstücken. Dazu muß man sagen, dass wir in der Scheunenküche einen Uralt-Durchlauferhitzer von Stiebel Eltron hatten – ein Geschenk aus Papas Mottenkiste. Das Ding sieht dagegen von innen aus wie ein Tresor, alles massive Kupferleitungen, stabil wirkende Verbindungsstücke usw. Wir waren also kurz davor, das Teil wieder zurückzuschicken, jedoch wurde uns dann von mehreren Seiten – einschließlich meines Papas – versichert, dass (leider) alle Hersteller heute so bauen würden. Wenn dann Druck auf der Leitung wäre, sei auch das Geschwabbel vorbei.
Na ja, so war es dann auch. Mißtrauisch müssen wir daher erstmal konstatieren, dass das Wasser immer schön heiß wird und bisher nichts explodiert ist ;-) Aber wir bleiben wachsam!

Schöne Platte
Die Platte ließen wir von einem Zimmermann aus einem Nachbarort anfertigen. Wir hatten nach „fertigen“ Holzarbeitsplatten recherchiert und auch Angebote von Tischlern eingeholt, die jedoch alle ziemlich teuer waren und selten unseren Wunsch nach durchgehenden Lamellen (also keine Stäbchenoptik) erfüllten. Der Zimmermann hat 5,5 cm dicken Eichenbohlen nun selbst verleimt, sieht perfekt aus. Auch das Ausfräsen für das bündig sitzende Gaskochfeld und des Gefälles für das Unterbauspülbeckens sind wirklich gelungen.
Man möchte die ganze Zeit daran rumstreicheln ;-)
Die Platte wurde mehrfach geölt und wird auch künftig die erste Zeit öfters nachgeölt werden müssen (ggf. auch mit leichtem Anschliff für aufgestellte Holzfasern), bis sie ausreichend satt „durchölt“ ist. Später werden dann ein, zwei Ölungen im Jahr reichen – zumal es eine zweite, größere Spüle gegenüber am Fenster geben wird.

Kochstelle
Als Gaskochfeld haben wir von Bosch eine Edelstahlmulde mit 5 Brennern bestellt, nennt sich PCP795HEU Piano a filo und ist baugleich von Siemens und Neff zu erhalten. Die Farbe der Drehknöpfe gab den Ausschlag für Bosch ;-))
Zwar waren übrigens ein Satz Düsen für den Betrieb mit Propangas dabei – jedoch (was natürlich nicht in der Verkaufsbeschreibung stand) nicht für den Einsatz in Deutschland geeignet. Sehr witzig. Allerdings schickte Bosch einen Monteur vorbei, der das Problem aus der Welt schaffte – völlig kostenfrei. Beruhigend, dass es sowas doch noch gibt.
Die Gasflasche steht draußen, direkt unterm Fenster, gut und trocken verstaut in einer großen Plastiktonne.

Spülstelle
Die Unterbauspüle ist von Smeg – wir waren in der Auswahl extrem eingeschränkt, weil Thomas unbedingt so breit wie möglich wollte, wir aber maximal 30 Zentimeter Platz an der geplanten Stelle hatten. Letztendlich hat es mit Ach und Krach und einigen Spezialumbauten am Überlauf gepasst. Die Armatur ist ein günstiges Noname-Ebay-Teil, ist schon erhellend wieviel Geld man für Armaturen los werden kann... Leider ohne Auszugsbrause – die waren mir alle einfach zu klobig und hoch.

Kochmöglichkeit in Arbeit. Der gemauerte Korpus ist weiß gestrichen und die Arbeitslatte ist schon da, an Elektrik, Wasser und Gaszufuhr wird noch gebastelt. Unterbauspüle in Holzarbeitsplatte, natürlich mal wieder eigentlich ein No-Go („nimm doch Granit“ -> bibber!) Wir werden sehen und berichten ;-) Blick auf das eingearbeitete Gefälle zum Spülbecken.
Maßgefräst – Detail des Ausschnitts für das Gaskochfeld. Im Versorgungsschränkchen unter dem Kochblock reihen sich Durchlauferhitzer, Wasserversorgung und ein Elektro-Unterverteilerkasten. Nachtrag – so schaut\'s dann in „fertig“ aus.

Tag der geschlossenen Tür - endlich!

Themen: Sanierung Am 15.11.2008 von mag geschrieben

Was lange währt... Unsere Innentüren sind endlich eingebaut. Es hatte sich nochmal verzögert, nachdem der Tischlertrupp die Türen nicht wie (unserer Meinung nach) besprochen weiß grundiert einbauen wollte, sondern naturbelassen. Dass der finale Anstrich erst nach ein paar Wochen des „Eingewöhnens“ erfolgen sollte, war klar und hat sich aufgrund des deutlichen Arbeitens des Holzes auch schnell als richtiger Rat erwiesen.
Allerdings hätte ich ungern die nächsten Wochen oder Monate mit naturholzfarbenen Türen gelebt, ich stehe nämlich gar nicht auf dieses Level an Rustikalität – schon gar nicht im Mix aus Eichendielen und Kiefernholztüren. Immerhin konnten wir so feststellen, dass wirklich 1a Kiefernholz verbaut wurde – wenn ich daran denke, was für astiges Zeug in den Baumärkten zu besichtigen ist...
Jedenfalls erhielten die Türen dann noch ihren Voranstrich und meine Designer-Herzchen wars zufrieden.

Die Tischlerarbeit selbst ist wirklich sehr gelungen – die Proportionen, die Verarbeitung, die Scharniere, die Türrahmen (eigentlich Türbekleidung), Modell „Sankt Pauli“ ;-) mit Sockelstück unten, wie es sich gehört. Im Prinzip eine ganz unspektakuläre Altbautür.

Nach der eher zwiespältigen Erfahrung mit unserem Fenstertischler sind diese schönen Türen ein echter Pluspunkt für die Schreinerzunft.

Nun müssen die Zargen noch beigeputzt werden. Das Beigeputzte muß dann gestrichen werden. Dazu müssen wir die Farbtöne aus dem Pigment-Kalkkasein-Mix wieder treffen... Na ja, die üblichen Herausforderungen eben.

Hier das Exemplar zwischen Wohn- und Schlafzimmer. Detail am Türblatt, massiv verzapft. Detail Sockelstück der Türbekleidung. Detail Scharniere, wie gewünscht ohne spitzen Kegel, sondern mit runder Kappe :-) Nochmal die Scharniere, von der Vorderseite. Hier die Tür zwischen Diele und Waschküche. Einfach lecker!

Herbststatus

Themen: Sanierung Am 27.10.2008 von mag geschrieben

Wir warten immer noch auf die Lieferung unserer Innentüren. September war eigentlich als Liefertermin angesagt. Nun wird es wohl Mitte November. Bevor die Zargen aber nicht eingebaut sind, macht es keinen Sinn die Fußleisten anzubringen und die Grundreinigung vorzunehmen. Und so zieht sich der Einzug (ins noch auf lange Zeit provisorisch möblierte) Haus weiter hin.

Damit einher geht die grundsätzliche Schwierigkeit einen guten Möbeltischler für unsere Küche zu finden. Eigentlich mochte ich unsern Türen-Zargen-Tischler, ab er scheint ein Termin-Problem zu haben und – unschön – vermeidet erbetene Rückrufe. Wir schweben völlig in der Luft. Also sind wir auf der Suche nach Alternativen, aber die Auswahl ist nicht allzu groß, dafür die Auslastung der paar vorhandenen Exemplare umso mehr...
Nun haben wir den Küchenwunsch bis Jahresende auf das Minimalste beschränkt: Holzarbeitsplatte für den gemauerten Kochblock, 4 cm stark, möglichst durchgehende Lamellen mit Ausschnitt für die kleine Unterbauspüle und das Gaskochfeld. Für den Spülebereich zusätzlich ein leichtes ausgefrästes Gefälle. Der Rest muss dann später kommen und Töpfe und Geschirr zunächst ein behelfsmäßiges Plätzchen finden.

Auf dem Dachboden wurden letzte Elektrikarbeiten verrichtet, die übrige Seegrasdämmung verteilt und die Rauhspundplanken zwecks Begehbarkeit lose verlegt. Die Malerarbeiten sind bis auf ein paar Ausbesserungsgeschichten (die sich nach dem Zargeneinbau bestimmt nochmal erhöhen) abgeschlossen. Um unserem Konto mal ein wenig Schon- und Regenerationszeit zu gönnen, sind weitere Maßnahmen und Anschaffungen momentan in der Warteschleife. Nur für den Garten will ich noch ein kleines Pflanzbudget rausquetschen.

Malen und Zwiebeln

Themen: Garten Sanierung Am 27.10.2008 von mag geschrieben

Da unsere Schablonierfähigkeiten nur zu gruseligen Katastrophen in der Bordürenregion geführt hatten, wurde professionelle Hilfe organisiert. Die wohnt zum Glück gleich gegenüber und so kamen wir heute Abend endlich zum krönenden Abschluß im Wohnzimmer (rot) und Hofzimmer (blau).

Alldiweil die Herren ihrem filigranen Handwerk beim Schwätzchen im wohl temperierten Hausinneren nachgingen, hatte die Hausherrin draußen im wegdämmernden Tageslicht die letzten von zahllosen Narzissen-, Lilien- und Tulpenzwiebeln in der Erde versenkt. Zuvor, in mehreren Arbeitsabschnitten war sie mit der Spitzhacke (Lehmboden!) auf Unkrautjagd gegangen und hatte dabei die Unendlichkeit der Quecken-Wurzeln kennen gelernt. Sehr bereichernd und deprimierend ;-)
Auch 250 Krokusse wurden schon kreuz und quer im Rasen platziert und jeder bekam ein Schäufelchen Kompost mit auf den Weg – da hatte der Rücken richtig Spaß.

Jedenfalls ist das Zwiebelpflanzen für dieses Jahr abgeschlossen (Schneeglöckchen hätte ich noch gerne gehabt... na ja, vielleicht nächstes Jahr).

Kalte Ölung

Themen: Bodenaufbau Sanierung Am 12.07.2008 von mag geschrieben

Kaum ist die letzte Schraube versenkt, schon den Ölkanister geköpft. Für die Gästeschlafsäcke, welche hier nächste Woche ausgebreitet werden, sollte der Dielenboden zumindest eine erste Ölbehandlung bekommen.

Aus Kostengründen haben wir uns gegen das vielgelobte Produkt von…

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Endlich Warmduscher

Themen: Sanierung Am 11.07.2008 von mag geschrieben

Jechu – nie wieder 20 Minuten Duschwasser aufheizen und dann in 2 Minuten fertig geduscht haben! Es gibt seit heute richtig zivilisiertes Warmwasser in diesem Haus, dank links abgebildetem Objekt.

Na gut, einen Reddot-Award bekommt das Teil sicher nicht, doch es macht seinen Job gut. Zu sehen ist hier übrigens die Nische zwischen Schneckendusche und Zimmerecke. Künftig soll der Anblick aber durch eine schmucke Fermacell-Trockenbauwand vermieden werden. Zugang erfolgt dann über eine noch zu konzipierende Tapetentür.

Für saubere Besucher

Themen: Sanierung Am 10.07.2008 von mag geschrieben

Bildnachtrag vom 17. Juli – Endlich in Funktion: das kleine Bad für unsere Gäste – und natürlich auch für uns ;-) Bildnachtrag vom 17. Juli – Voilá: Waschschüssel mit Wandarmatur, angerichtet auf Buchenplatte geölt.
Die Erwartung zahlreicher Gäste kann einem Bauvorhaben ungeheuren Schub geben. Das dringende Bedürfnisse unsere Komplettdusche in Rente zu schicken wurde zum Beispiel dadurch noch dringlicher und auch der Wunsch, unsere Besucher nicht allsamt vor unserem Minibad in der provisorischen Behausung Schlange stehen zu lassen.

Zumindest das Gästebad sollte daher fertig werden. Zugegeben, ich war skeptisch – aber Tom werkelte eifrig drauf los und fabrizierte eine schöne Holzplatte für die Waschschüssel (später soll da noch etwas mit Schublädchen und Ablage zur Aufbewahrung drunter).

Die Duscharmatur hatte er mit dem Klempner schon letzte Woche angebracht.
Bei ebay noch eine Drückerplatte für’s Klo und einen Siphon für’s Waschbecken organisiert, alles andere war da und mußte nur noch „drangebastelt“ werden.

Morgen kommt dann der Klempner nochmal, um den Warmwasserspeicher anzuschließen und die Zirkulation zu montieren. Dann gibt's endlich warmes Wasser ohne 20 Minuten Vorheizen!! (wie bei unserer Komplettdusche) und fehlt nur noch das WC. Das kann mein Papa montieren, wenn er nächste Woche da ist – damit er sich nicht langweilt ;-)

Für die Statistiker (Nachtrag vom 17. Juli):

  • Duschtasse Superplan von Kaldewei (hat mittlerweile ihre ersten Ditschen und keiner wills gewesen sein).
  • WC Tonic von Ideal Standard (Papa hat geflucht beim Montieren, dafür schön glatt außen ohne Buchten und Vertiefungen).
  • Bodenfliesen Provence vom Cottohof.
  • Wandfliesen Pietra di Durango von Fondovalle (s. auch hier und hier) mit Bordüre Modena Terra Mix von Boxer.
  • Duscharmatur Nemo von Zucchetti
  • Duschstange Unica S Puro und Duschkopf Raindance S100 Air von Hansgrohe (ist die mit nur einer Einstellung und hat mich von diesem Regenduschen-Hype kuriert – seichtes Geplätschere ohne Power)
  • Waschschüssel Ovo von Scarabeo
  • Wandtischarmatur isyfresh von Zucchetti

Holz in der Hütte

Themen: Bodenaufbau sanierung Am 08.07.2008 von mag geschrieben

Das Wetter ist launisch, in zwei Wochen kommen knapp 20 Gäste zur Übernachtung... Zelten ist dieses Jahr nur was für die Unverwüstlichen, bliebe alternativ wieder der Schlafplatz in der Scheune – aber wenn es regnet, wird auch in der Scheune gefeiert. Schlafen könnt hier also nur, wer bis zum Ende durchhält...
Wäre daher schon schöner, die Gäste im Haus unterzubringen. Dieser Rattenschwanz an Überlegungen führt zu einem Rattenschwanz an Maßnahmen: denn dazu müßte aber erstmal der Boden fertig sein – der wird gerade noch verlegt, muß dann noch geölt werden und muß dann noch auf mindestens Sockentauglichkeit durchtrocknen... Es bleibt spannend! Ach ja, und wird übrigens wunderschön :-))

Los geht‘s im Schlafzimmer. Hier werden die „unschönsten“ Dielen verlegt, die von Andreas auch nachgearbeitet werden mußten (neue Nut und Feder) und daher etwas schmaler als die übrigen sind. Tom hat sich eine verdeckte Verschraubung gewünscht, obwohl ich die Alternative mit Verschraubung von oben und Stöpsel aus Kernholz drauf auch ganz hübsch fand. Allerdings hätte diese Lösung wohl auch besser zu richtig breiten Dielen gepasst. Durch die lange Zeit, in der unser Unterboden mit den Lithothermplatten und den Heizrohren drin nur durch Folien geschützt „belaufen“ wurde, waren die an den Leitungsrillen verklebten Plattenstöße wieder gebrochen. Tom hatte Sorge, dass die sich bewegenden Platten das nackten Kupfer beschädigen könnten und hat alles nochmal nachgeklebt und fixiert… …Sieht man hier im Wohnzimmer auch ganz schön. War natürlich nochmal eine Heidenarbeit und trotz billigstem Flexkleber auch nochmal ein Kostenfaktor. Zurück zum Holz. Hier ein Ausschnitt von den Verlegearbeiten am (geplanten)Kochblock. Die Übergänge zu den Fliesen waren teilweise trotz gründlicher Vorarbeit beim Unterboden nicht überall unproblematisch. Und noch ein Blick ins Wohnzimmer, das gerade gleichzeitig Werkstatt ist. Sieht doch schon richtig gut aus. Da sind die Widrigkeiten des Unterbodens ja schon fast vergessen ;-)

Gerollt und gepinselt

Themen: Sanierung Am 05.07.2008 von mag geschrieben

Bevor der Holzboden verlegt wird, sollten die betreffenden Räumen gestrichen werden. Damit der schöne Lehmeffekt nicht zugekleistert wird haben wir Kaseinfarben von der Firma Kreidezeit gewählt, in den Bädern Lehmfarben von Claytec. Beides ist mittlerweile im Baustoffhandel in Malchin zu erwerben (sieh an, sieh an), die Kreidezeit-Farben hatten wir allerdings schon vor längerer Zeit bei einem Naturbaustoffladen bei Dresden gekauft.
Zunächst müßen die Wände und Decken abgefegt werden, um lose Körnchen zu entfernen. Dann wird der „rohe“ Lehmputz mit Kaseingrundierung gestrichen, dadurch wird er auch gleich fixiert und sandet nicht mehr.

Kasein ist nichts weiter als Milcheiweiß (aus Quark, Buttermilch, o.ä.), das mit Borax (alkalihaltig) aufgeschlossen und dadurch wasserlöslich und bindend wird. Die Grundierung ist farblos, es gibt auch Produkte, die bereits leicht weiß tönen.
Die Farben enthalten ebenfalls Kasein als Bindemittel, zusammen Kreiden, Marmormehlen (als leichter zu verarbeitende Alternative zu Kalk), etc. Bei den Volltonfarben kommen natürliche Farbpigmente dazu.
Das Kasein müffelt etwas beim Trocknen, nach gut abgelagertem Käse ;-) Der Geruch ist nach ein, zwei Tagen – je nach Wetterlage – aber verschwunden. Allerdings haben wir uns aus diesem Grund für Lehmfarbe in den Bädern entschieden, denn bei viel Luftfeuchtigkeit kööönnten erneut Käsedüfte entstehen.

Obwohl alles Technik anno tobak und öko ließen sich die Farben super einfach verarbeiten. Aus Zeit- und Kraftgründen haben wir alle weißen Wände mit der Farbrolle gestrichen, nur die farbigen Bereiche sind stilecht mit dem Quast im Kreuzstrich gemalert. Mit zwei Anstrichen waren die Räume deckend weiß, ein richtig strahlendes Knallweiß wie im Süden (kann man natürlich für einen wärmeres Weiß abtönen, mag ich aber nicht so). Die rote Wand benötigte nur einen Anstrich, hier hatten wir eine fertig abgemischte Volltonfarbe. Der hellblaue Farbton dagegen wurde aus einigen Gramm Blaupigmenten in der weißen Grundfarbe angemischt. Das war schon etwas anspruchsvoller, man mußte immer wieder aufrühren, weil sonst die Pigmente absanken und der Farbton plötzlich heller wurde. Durch das Streichen mit dem Quast fallen diese Stellen aber kaum auf, bzw. wirken eher „absichtlich lebendig“ ;-)

Es fehlen noch die Bordüren, über der roten Wand haben wir mit Hilfe unseres fachkundigen Nachbarn schon mal einen Abschnitt hinbekommen. Dabei wird die Farbe durch eine Schablone gestupft – ich dachte, das wäre ziemlich einfach, habe allerdings bei meinen Versuchen ziemlich versagt. Entweder lief die Farbe unter Schablone oder es kam nicht genug Farbe an die gewollten Stellen. Frustrierend, zum Glück gibt’s nette Nachbarn...

Aus der Maler-Session:

Unsere ersten Versuche. Die Farbe ist naß durchscheinend, wird beim trocknen dann deckend. Hier noch mit Quast an der Decke, da haben wir später die Rolle genommen. Ecken, Ränder und Fensterlaibungen werden natürlich gepinselt. Hier bessert Tom die Stellen über dem Kachelofen aus. Eine ganze Ecke später. Der große Holzdielenraum – Wohnzimmer und Küche – ist fertig geweißt. Der Balken hat etwas Farbe abgekriegt, die aber später leicht zu entfernen war. Siena nennt sich der Farbton, der auf zwei Wände des Wohnzimmer gestrichen wurde. Eine vergnügliche Angelegenheit trotz Kreuzstrich (geht ganz schön in die Arme) – dafür reichte ein Farbgang. Und so sieht das Ganze auf der Wand aus, hier allerdings noch nicht durchgetrocknet und daher noch so fleckig wirkend. Die fransigen Ränder oben täuschen, das Klebeband ist noch nicht abgezogen. Thomas mischt gerade neue Farbe an, kaum vorzustellen, dass wir hier in knapp drei Wochen Gäste unterbringen können... Das „Hofzimmer“ (offener Teil der Küche zur Hofseite hin) bekommt eine hellblauen Farbe, ebenfalls mit einer Bordüre. Hier sieht man mal ganz gut den Unterschied zwischen frisch gestrichen und durchgetrocknet. Gesamteindruck des Raumabschnitts. Ein Traum in 50er-Jahre-Blau. Ich krieg die Mundwinkel gar nicht runter, wenn ich drin stehe ;-))

Alles für den Hund

Themen: Bodenaufbau Sanierung Am 05.06.2008 von mag geschrieben

Unser berühmtester Raum im Haus. Selbst weitentfernte Anwohner haben gehört, dass bei uns im Haus eine „Hundeschleuse“ gebaut wird. Was so lustig klingt, ist letztlich nichts weiter als ein Nebeneingang für schmutzige Füße (ob Hundepfoten oder Gummistiefel). In der kleinen Dusche werden also nicht nur unsere edlen Köter abgebraust, sondern alles vom Kohlrabi über Blumentöpfe bis hin zum sperrigen Backblech.

Die Wandfliesen sind von Sant'Agostino, aus der Serie „Estate“ (die 10x10-Fliesen unten), bzw. „Swing“ (die Mosaikfliesen oben). Die grüne Mischung nennt sich „Kiwi“, gibt es in auch sehr schönen anderen Farbkombinationen.
Auf dem Boden liegt „Denia Mexico“, eine Cottofliese, die wie ein Ziegelbelag wirkt, aber nur etwa 2,5 cm stark ist. Wie alle unsere Terrakotta-Fliesen ist sie vom Cottohof bei Aachen.

Schneckenboden 8

Themen: Sanierung Bodenaufbau Am 04.06.2008 von mag geschrieben

Ja, fertig. Es muß noch verfugt und imprägniert werden.

Ein Travertin-Märchen, Teil 2

Am 17.05.2008 von mag geschrieben

Ich muß zugeben, dass mir das Ausmaß der Abweichung erst an der Wand aufgefallen ist. Bei unserem Fliesenhändler in Hamburg hatten wir im Lager ein vorab geliefertes Paket angeschaut und Thomas hatte schon angemerkt, dass die ja aussehen, als wären sie einfach aus den großen Bodenfliesen herausgeschnitten. Aber ich dachte, das muß täuschen, verputzt sieht das dann bestimmt „richtig“ aus. Außerdem wäre es schwierig geworden, die Bestellung rückgängig zu machen – wie immer, war es ja nicht möglich gewesen, vorab ein Muster zu bekommen (hatten wir nur von den 17x17 Bodenfliesen) und die Lieferung sozusagen schon auf dem Weg. Ganz abgesehen davon, hatten wir die Faxen dicke vom Fliesen suchen.

Das Mosaik fand also seinen Weg in unser Gästebad.
Nun passierte der nächste Fehler, genauer handelt es sich um meine Unaufmerksamkeit bei Thomas’ folgender Frage:
„Nehmen wir da auch weiß als Fuge wie bei dem Mosaik in der Dusche?“
Ich, in Arbeit vertieft oder sonstwie auf der Leitung sitzend und das hübsche Ergebnis der Schneckendusche oder das nette weiß verfugte Fake-Bild vor Augen: „Klar.“

Abends auf der Baustelle leuchten mir dann neonweiße, extra breite Fugen entgegen. Der Kontrast, das daraus entstehende Muster - buah, mir wird schlecht. Anbahnende Kopfschmerzen und das Bild von epileptischen Anfälle ahnungsloser Gäste beim dringenden Bedürfnis veranlassten mich, sofort Schadensbegrenzung vorzunehmen.

Überfugen ging aber nicht mehr, würde nicht ausreichend haften. Also Fugenfarbe. Erste Versuche mit Henkels (Ceresits) Fugenfrisch in Beige brachte schon erste Linderung für’s Auge, doch blieb der Kontrast ob der extrabreiten Fugen immer noch zu hart. Letztlich haben wir bei Sopro dann eine „Frische Fuge“ in Bahamabeige anmischen lassen und alles nochmal überpinselt. Viel Arbeit, aber damit läßt es sich nun aushalten. Schaue ich mir aber das Pietra di Durango-Produktfoto von der Fondovalle-Website an, dann möchte ich den Laden am liebsten verklagen.

Mit weißer Fuge. Mit bahamabeiger Fuge. So sollte es eigentlich...

Ein Travertin-Märchen, Teil 1

Am 17.05.2008 von mag geschrieben

Es war einmal ein Zauberer in Italien, der stellte Fliesen her. Seine Schergen waren gar ausgezeichnete Fotografen und vortreffliche Fliesen-Stylisten. Mit ihrer Hilfe schuf er betörende Bildnisse seiner Waren, die gutgläubiges Volk in eine böse Falle lockten. So geschah es eines Tages, dass auch Bauherrin M in den Zauberbann des Travertin-Imitats Pietra di Durango (6x6 cm-Mosaikstücke auf Netz, Farbe „Bianco“) geriet.

Denn seht selbst:
Diese wunderbaren Unregelmäßigkeiten und Farbchangierungen, diese schmale Fuge mit schönem Tiefeneffekt – ach, man möchte sogleich mit den Fingerspitzen darüber fahren, um sich an Riefen und runden Kanten zu erfreuen. Viele Goldtaler wechselten von Bauherrin M in die Hände von Fondovalle, doch sie war leichten Herzens, hätte sie doch bald die schönsten Fliesen weit und breit!

Dock Schockschwerenot – was lag denn da schlußendlich in den gelieferten Kartons? Das waren doch definitiv nicht die Fliesen von unserem verwunschenen Bild! Oh nein – denn die Bauherrin war einem bösen Zauber anheim gefallen – dem schrecklichen Fake-for-real-Fluch. Und diesem Fluch entkommt niemand, denn er kann mannigfaltige Gestalt annehmen. Nur wenige Heroen ziehen gegen ihn zu Felde und bannen ihn durch Entarnen des wahren Anlitzes der Dinge. So stellen sie die verschunschenen Bilder und die grausame Wahrheit Seit an Seit, auf dass es dem Volk die Augen öffne.

Schöner Schein und Wirklichkeit, als Memory bei fakeforreal.com Schöne Kitschen mit Echtsteinfeeling verkauft, scharfkantige Billigsteinoptik erworben

Und so seht auch Ihr hier das Werk des bösen Zauberers Fondovalle zusammen mit der bitteren Realität. Ach, Ihr guten Leute, was für ein enttäuschender Anblick:
das warme Cremeweiß der Abbildung zeigte sich in Natura eher als gräuliches Beige. Die Fugen waren wesentlich breiter, die Fliesenränder zu 99% schnurgerade und nicht so hübsch antik getrommelt wie auf dem Fake-Bild. Und während auf dem Fakebild die Kerben stimmig und Fliesen weich und rund wirkten, sind die aus dem Karton plan und scharfkantig mit allzu gleichmäßig tiefen „Buchten“. Es sind nicht nur einfach Stücke, die aus großen Fliesenplatten geschnitten sind – sie wirken auch noch so.

Die Fliese vom Fondovalle-Foto kann nimmermals aus der selben Serie kommen, wie der flaue Abklatsch, der nun die Wände im Gästebad der bedauernswerten M ziert. Und diese zahlte derart viele Goldtaler, dass es sie gar fürchterlich schaudern läßt. Eine sehr traurige Geschichte.

Schneckenboden 7

Am 15.05.2008 von mag geschrieben

Das Ende naht, halleluja. Zwischenzeitlich haben die Glaser hier auch schon mal die 1 cm starke Scheibe montiert. Diese ist mit einer Schiene an der Stirnseite der Betonwand befestigt. Vorne wird sie noch von einem Fuß gestützt, so dass sie etwas über dem Boden schwebt.

Ja, es regnet nicht mehr ;-)

Themen: Garten Rund um den Hof Sanierung Am 12.05.2008 von mag geschrieben

Wer die letzten Tage hier vorbeigesurft ist, hat’s wohl schon geahnt: die Bauherrenschaft hatte keine Zeit zum bloggen. Wenigstens das Winterbild oben habe ich nun mal ausgetauscht. Aktueller Stand der Baustelle:

Rasen anlegen – schleppt sich weiter hin. Wir brauchen noch 3, 4 Ladungen Sand. Immerhin hat sich ein Nachbar mit einem Bodenmeißel in seinem Maschinenpark gefunden, so dass eine Lösung für das Tiefenlockern anbahnt. Hoffentlich passt es terminlich.

Türzargen – Warten auf Angebote. 2 Tischler waren da, am Mittwoch soll noch ein Dritter kommen. Dann mal schauen, was der Bauch und die Kasse sagen.

Schneckendusche – Boden in Arbeit. Dazu werde ich nochmal eine Bilderserie nachtragen. Viel, viel, sehr viel aufwändiger als geahnt die Mosaiksteine schneckenförmig zu verlegen. Kotau vor den antiken Fliesenlegern, die ganze Säle mosaikiert haben.

Malern – on hold. Die Putzer haben kleine Risse und unfertige Stellen beigeputzt, jetzt könnte es eigentlich losgehen, aber zuerst mußten die Fliesenböden imprägniert werden.

Fliesenböden – machen richtig Arbeit. Die Cottoböden gingen ruckzuck und sehen gut aus. Bei den Zementfliesen gibt’s ein Maleur nach dem anderen. Dazu später mehr und ausführlich – bin im Moment zu frustriert.

Ansonsten – die Obstbäume blühen, die Schwalben zwitschern, die Sonnen scheint und Annika hat endlich Schwimmen gelernt, ein Tag ist schöner als der andere.

PS.: Die fehlenden Blog-Artikel aus der „Pausenzeit“ werde ich sukzessive nachtragen – wenn Zeit ist...

Schneckenboden 6

Am 02.05.2008 von mag geschrieben

Der gegenläufige Bogen entlang des äußeren Randes ist begonnen. Seine Laufrichtung wird sich mit der des inneren Kreises scheiden.

Schneckenboden 5

Themen: Bodenaufbau sanierung Am 27.04.2008 von mag geschrieben

3 Tage später. Spaß macht es nicht mehr, aber jetzt müssen wir durch.

Schneckenboden 4

Themen: Bodenaufbau Sanierung Am 24.04.2008 von mag geschrieben

Wieder eine Woche später (nun 3 Wochen). Der Kreis wächst. Die Steinchen müssen zuvor von der Matte gepiddelt und die Klebereste entfernt werden. Auf einer Matte sind etwa 900 Steinchen.

Schneckenboden 3

Themen: Bodenaufbau Sanierung Am 17.04.2008 von mag geschrieben

Nun über 2 Wochen seit dem ersten Stein. Bis auf ein paar Ausnahmen hat Tom fast täglich mehrere Stunden daran gearbeitet. Die beiden Stücke Holzweichfaserplatte dienen als Knieschoner.

Schneckenboden 2

Themen: Bodenaufbau Sanierung Am 11.04.2008 von mag geschrieben

Knapp 1 Woche später – es liegt noch viel nackter Estrich vor Tom, aber das was da ist sieht schon sehr nett aus. Das Hölzchen dient zum ständigen Abgleich des Gefälles.

Schneckenboden 1

Am 03.04.2008 von mag geschrieben

Für den Boden in der Schneckendusche wollten wir das Mosaik rundlaufend, bzw. schneckenförmig legen. Das ist zu einem echten Mammutprojekt ausgeartet, denn die Steinchen müsssen einzeln gesetzt werden und dabei ist immer das Gefälle zu berücksichtigen. Außerdem müssen die Mosaike zuvor von dem Trägernetz abgepult und von zumindest grob von Kleberesten gereinigt werden. Eine Matte enthält ungefähr 900 Steinchen und wir werden etwa 12, 13 Matten brauchen.

Die Fortschritte werden wir ab heute in loser Abfolge im Blog zeigen:

So fing alles an – mit einem Kreis um den Abfluß. Wohlwissend, dass Kreisform irgendwann mit Schneckenform kollidieren wird und dann viele kleine Mosaiksteinsplitter her müssen...

Feine Steinzeuge

Themen: Sanierung Bodenaufbau Am 27.03.2008 von mag geschrieben

Bad und Waschküche sind nun gefliest. Nachdem ich, trotz allgemeinen Unverständnisses, wie ein Idiot auf meiner schmalstmöglichen Fuge bestanden habe – am liebsten gar keine, aber das ging wohl wegen der Fußbodenheizung nicht – bin ich letztendlich mit dem Ergebnis ziemlich zufrieden. Verfugt wurde dann mit einem farblichen angepassten Fugenmörtel (PCI nanofug, Farbe Caramel) Der hätte für mich noch einen Ticker dunkler sein könnne, aber die Auswahl an Fugenfarben ist ja bei allen Herstellern erschreckend klein – wahrscheinlich Deutschland eh auf zementgrau steht.
Wenn ich mir die Bilder der unverfugten Platten so anschaue, hätte ich gar nicht verfugen sollen, der Dreck hätte dann mit der Zeit eine schöne originale Fugenmasse geschaffen... Uah, das schockt Dich, Mutti, hm? Na ja, hast ja Glück, das mein Liebster so ein Saubermann ist – das Geheule hätte ich mir nicht alltäglich antun wollen.

Pietra die Durango beim ersten Probeliegen in Bad und Waschküche. An diesem Verband habe ich stundenlang am Rechner getüfftelt ;-) Blick vom Bad durch die Waschküche zur Diele. Wie gewünscht, wurden die Fliesen mit minimaler Fuge verlegt. Im Bad ist schon verfugt, durch die unregelmäßigen Kanten wirken die Fugen zwar leider wieder etwas breiter, aber das ist eben technisch bedingt.
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