Blog - Jobs
HH
Themen: Rund um den Hof Stadtleben Jobs Außerdem Am 05.04.2008 von mag geschrieben
Es ist Wochenende, bin seit knapp einer Woche in Hamburg und fahre gleich nochmal zum Kunden in die Agentur, da Montag Präsentation ist. Habe die Zeit genutzt, ein paar März-Beiträge im Blog nachzutragen.
Wetter war zum Glück durchgehend sch..., also kein Verlust oder Gartensehnsucht. Na ja, was heißt Garten – das Matschfeld, das mal ein Garten werden soll. Tiefenlockerer für Fergie ist nun in Auftrag gegeben, Sonntag und Montag hatten wir nochmal Erde geschoben um künftige Dauerpfützen zu vermeiden, dabei hat sich Fergie mal wieder festgefahren.
Im Haus sind nun Küchenecke und Vorratsraum gefliest, bin schon gespannt, wenn ich mir das Dienstag anschaue! Tom hat gestern mit unserm Nachbarn aus einer umgestürzten Buche in einem weit entfernten Wald ;-) 6, 7 Raummeter Holz gemacht. Schön, aber jetzt kann erstmal der Frühling kommen.
Pixelfrust
Themen: Außerdem Jobs Am 16.06.2007 von mag geschrieben
In den 2 Wochen, die ich zur Zeit auf dem Dorf bin, hatte ich sage und schreibe einen halben Samstag und 2 Stunden am Donnerstag „frei“ – sprich, konnte ich etwas „draußen“ auf dem Hof machen. Ansonsten nur vor der Kiste gesessen und gepixelt, denn die Kundschaft hatte viele Wünsche und wenig Zeit. Heute, wo ich mir das Wochenende freigeschaufelt habe und Jochen zu Besuch ist, regnet es. Das ist wirklich sch...!
Meine digitale Baustelle
Themen: Stadtleben Jobs Außerdem Am 24.01.2007 von mag geschrieben
Die Agentur ist so groß, dass das morgendliche Grüßen bei den meisten Anwesenden nicht zum Ritual zu gehören scheint. Ich versuche mir den langen Weg zwischen Cafeteria und Arbeitsplatz zu merken. Großraumbüro, Hiphop in Schreibtischlautstärke aus schrammeligen Lautsprechern, meine kontaktlinsenoptimierten Augen klagen über die Klimaanlage. Das Projektteam ist nett, zum Mittag ziehen sich die temporären Kollegen satt ein 0,5-Glas Bierchen rein. Das Hotelzimmer kann nicht ganz mit dem Nachtzug mithalten, das Frühstück auch nicht.
Morgens dann Schnee. Ich denke an die Baustelle, die Erdarbeiten und wie überflüssig ein Winter doch ist, wenn er erst Ende Januar losgeht. Der Tag vergeht mit der Konzeption und Absprache komplizierter Webfeatures für ganz banale Votingfunktionen. Die Tücke liegt once more im Detail.
Wieder im Nachtzug nach einem rotweinigen Absacker, obwohl total müde, werfe ich noch eine DVD rein. Die Geisha, Zickenkrieg in Seide – war da noch mehr? Ich schlafe durch und nehme mir ein Ei zum Frühstück.
Arbeit ohne Ende und ohne Toilette…
Themen: Jobs Stadtleben Am 06.04.2006 von mag geschrieben
Ich bin wie gerädert. Gestern bis halb 3 gearbeitet und gerade läuft schon wieder die Nationalhymne auf DLF = Mitternacht.
Habe mal wieder nicht Nein sagen können und meine Projekte auf Knirsch geplant. Zwei Abgaben zu Anfang nächster Woche, Montag und Dienstag Mitarbeit an einem Pitch (= sehr langer Arbeitstag) am Sonntag gibt's dazu das Briefing. Kunde X hat mich heute am Telefon schon gewarnt, dass ihm seine Programmierer im Nacken sitzen und Druck machen – den ich natürlich abkriege. Also Kunde beruhigt und mich stillscheigend einfach nur an meinen Optimismus geklammert. Jetzt darf nichts schief gehen – sei schön brav, Powerbook, Backups gibt's irgendwann, wenn mal Zeit ist...
Die Schieflage in meinen (& Toms) Schlafrythmus kam, als wir gestern schreckensstarr Nässeränder an der Toilettenwand entdeckten. Nachdem wir das halbe Bad demontiert hatten, war der Übeltäter endlich enttarnt – es hätte kaum schlimmer kommen können (außer wir hätten das Maleur erst in drei Wochen entdeckt): der Wasserspülkasten leckte.
Also losgebastelt und anschließend noch eine Nachtschicht am Notebook eingeschoben...
Heute morgen dann stellte sich heraus, dass unsere Reparaturaktion schief gegangen war: Leck noch größer, kostbare Zeit und unbezahlbaren SCHLAF für Nichts geopfert. Ist das ein Omen für unser neues Haus?
Buah, ich hoffe nicht. Wie auch immer, heute neuen Rettungsversuch gestartet und schon wieder optimistisch ;-) Vor allem weil ich jetzt in mein allerliebstes Bettchen krabbeln werde, morgen ist schließlich auch noch ein Tag!
Schmalband-Internet
Themen: Jobs Außerdem Am 02.04.2006 von mag geschrieben
Gerade mal recherchiert, welche Möglichkeiten es gibt, auf unserem Dorf ins Internet zu kommen. Hihi. Nichts natürlich, so ist das, wenn man die Schaffung von Breitband-Zugängen dem freien Markt überlässt.
Welches Unternehmen, das Dividenden ausschütten soll hat schon Interesse an „Nicht-Ballungszentren“. Hier muß schließlich relativ viel Geld investiert werden und es sind nur wenig Einnahmen (da wenige Bewohner) zu erwarten.
Das Breitband-Portal des Bundes ist ein Witz. Nichts konkretes über Fördermaßnahmen oder Unterstützung für Gemeinden, Unternehmen und Bürgerinitativen. Eine aufgeblasenen Internetseite, die sich rein auf den Breitband-Atlas hätte beschränken lassen – der Rest ist versenktes Steuergeld.
Komisch, dabei wäre gerade das platte Land ideal für eine schöne, satte Breitband-Initiative. Welche Arbeitsmöglichkeiten hat man als Dörfler schon, wenn man kein Landwirt ist und nicht täglich zur Arbeit ins nächste Städtchen ewig weit pendeln will?
Die perfekte Alternative: eine vernetzte Internet-Dienstleistungsgesellschaft.
- Handel & Versand für Kleinstunternehmen (via E-Shops, Lagerplatz gibt's ja überall genug)
- Business-Tourismus (ungestört Brainstormen in schöner Natur, mit Möglichkeit zur Online-Recherche und -Kontakt zum Büro in der Stadt)
- Bildung von Netzwerken und Initativen (im Bereich Bildung, Soziales aber auch zur Vernetzung von Unternehmenspartnern, die meistens einen viel größeren Radius haben als Firmen in Ballungsräumen)
- eine vielseitigere Austausch- und Kommunikationmöglichkeit für die oft weit auseinanderliegenden Ortsteile (gerade für viele Ältere eine Chance, auch vielleicht mal ein paar Bilder von den ausgewanderten Enkeln aus dem Westen zugeschickt zu bekommen – ohne einen Abend mit dem Download verbringen zu müssen
Manchmal frage ich mich, wie schnarchig eine Regierung sein kann, dass sie das Potential einer guten, schnellen Internet-Infrastruktur für's Land nicht erkennt. Da jammert man lieber weiter über stete Abwanderung und Überalterung des Ostens und verbrennt Steuergelder mit überdimensionierten Großprojekten à la Stolpe (Autorennbahn, Zeppelinwerft, Chipfabrik...).
Na ja, letzteres „macht man“ ja wohl hoffentlich heutzutage nicht mehr – aber wo sind neue Lösungen???
Nachtrag: Dieser sehr guteArtikel in der FAZbringt's nochmal auf den Punkt.
Umsatzsteuerprüfungen können sich lohnen
Themen: Außerdem Jobs Am 31.03.2006 von mag geschrieben
Wir haben unsere erste Umsatzsteuerprüfung. Alle Rechnungen und Kontoeingänge von 2005 durchgegangen und festgestellt: eine satte Rechnung wurde nicht bezahlt! Unfassbar - wie konnte uns das entgehen?! Ganz einfach, der Kunde hat eine faszinierende Verzögerungstaktik beim Bezahlen der Rechnungen, kombiniert mit schwer auseinanderzudividierenden Sammelüberweisungen der bis dahin aufgelaufenen Rechnungen. Und seit es auch noch technische Probleme mit dem Überweisen auf unser Firmenkonto gab, landen die Eingänge jetzt mal auf dem einen, mal auf dem anderen Konto.
Still verwundert frage ich mich: wie überlebt eine Firma mit so einer chaotischen Buchhaltung?
Dennoch ein Dank an's Finanzamt – wären wir nicht gezwungen gewesen, den ganzen Kram mal durchzuackern, wer weiß, wann uns das aufgefallen wäre...