Blog - Garten

Es gibt kein Bio in MeckPomm

Am 27.10.2009 von mag geschrieben

Na ja, zumindest so gut wie nicht. In unserer „Nähe“ (Neubrandenburg = über 30 km entfernt) gibt es sage und schreibe einen einzigen Bioladen. Selbst Aldi hat hier nicht annähernd so viele Bioprodukte wie Aldi in Hamburg, geschweige denn Aldi Süd.

Möglicherweise liegt das daran, dass die Meckis wirklich keinen Draht dazu haben. Vielleicht liegt's aber auch daran, dass sie (fast) alle einen eigenen Garten haben?! Ich hoffe auf Letzteres und seit diesem Jahr gehören wir dazu – na gut, alleruntereste Einsteigerstufe, aber immerhin.

Wir nennen es einen „Lerngarten“. Nach unserem letztjährigen Möhrenexperimentierfeld sollte es diesmal nämlich etwas vielseitiger sein.
Die ausgesuchte Lage direkt am Südgiebel des Hauses, mit Zugang von der Küche aus war vielversprechend... wäääre da nicht wieder Schutt bis zum Abwinken gewesen. Schon im Herbst hatten wir begonnen zu pflügen, zu sammeln, zu grubbern und wieder zu pflügen. Das Ganze mußte dann im Frühjahr noch mehrmals wiederholt werden. Die langen Trockenperioden und das ständige umgraben machten zumindest dem Unkraut ziemlich den Gar aus. Und unser Kompostmix (verrotteter Pferdemist, Teichschlamm, Grünzeug) war anscheinend recht brauchbar – die Ernte war jedenfalls bestens.
Ein paar Salatköpfe und Selleries mußten wir zwar einem unheimlich nächtlichen Killer (abends sah noch alles gut aus, am Morgen drauf stand da nur noch ein welkes Häufchen Elend) opfern, aber ansonsten bisher eine unerwartet problemlose Angelegenheit. Na gut, das Unkraut hat uns am Ende natürlich doch besiegt – aber nächstes Jahr wird alles besser ;-)

Auf dem Feld der Qualen again ;-) Auch hier heißt es erstmal Schutt sammeln bis der Rücken knackt – ein paar Runden (pflügen, grubbern, sammeln) hatten wir schon im Herbst gedreht.
Nach wetterbedingter Pause geht es weiter, jeder Pfluggang bringt neue Ziegel und Betonreste nach oben. So richtig haben wir das mit dem pflügen auch noch nicht drauf – aber es soll ja auch ein Lerngarten sein...
Stilleben aus dem Sammelalltag. Beim Pikstest (ist da noch Schutt drunter?) mit der Forke ging da schon mal ein Zinken drauf. Unser treuester Helfer harrt seinem nächsten Einsatz. Man beachte unsere lustigen Pflugfurchen. Aber durch das ständige Umgraben bei trockenem Wetter über mehrere Tage sind die meisten Unkrautwurzeln verdorrt.
Der sonnige April hat unserem Gartenprojekt ziemlich gut getan. Es ist weiter voran gegangen. Wir haben drei Beete aus bestem Erde-Kompost-Pferdemist-Gemisch angehäufelt. Die (provisorische) Umzäunung dient in erster Linie dem Schutz vor herumtollenden Hunden. Wenn Annika und ihr Freund Quax um die Häuser ziehen bleibt nämlich nichts verschont... Es geht ans Eingesetzte. Unsere selbstegzogenen Steckzwiebeln, diverse Möhren- und sonstigen Saaten. Kartoffeln und Erdbeeren bekommen wir noch von Nachbarn, Salate werden wir noch besorgen. Gartenanlegen für Anfänger – mit dem praktischen Möhren-Saatband. Der Ertrag war hiermit allerdings sehr schlecht.
Der „fertige“ Garten. Auf dem Teilstück vorne im Bild säen wir dieses Jahr nur Hafer. Das soll die Fläche unkrautfrei halten. Mal sehen. So, hier unsere Salate – Kopfsalat Eichblattsalate (Lollo Rosso und Lollo Bianco) und einmal Name vergessen. Hier nicht im Bild unsere winzigen Ruccola-Pflänzchen und die Kartoffeln. Auf den anderen Beeten wachsen Knollensellerie, Lauch, Erdbeeren, Zwiebeln, Knobi und natürlich Möhren, Möhren, Möhren. Ein Monat ist vergangen und wir lernen – wie unterscheidet man junge Möhrchen von junger Kamille und ähnlichen krausen Unkräutern? Beete doch besser schmaler machen? Unkraut zupfen oder harken und vertrockenen lassen? …
Unsere Salate, in arger Bedrängnis durch die Kartoffeln gegenüber. Ein paar Salate mußten wir einem geheimnisvollen nächtlichen Schädling opfern. Da Lollo Rosso und Bianco aber Pflücksalate sind, ist immer noch mehr als genug für uns über. Links im Bildrand blitzt ein mehrjähriger Ruccola hervor. Spät gepflanzt und viel zu viel – aber lecker! Spätsommer – die Hofsanierung bietet dem Unkraut beste Bedingungen, ungestört den Garten zu erobern. Im Vordergrund der Hafer, den wir zur Unkrautverdrängung gesät hatten. Hat leidlich funktioniert, die Spatzen haben wohl zuviel von der Saat verputzt. Jetzt hängen sie auch wieder akrobatisch an den biegsamen Halmen, um die Ernte zu naschen. Dürfen sie, wir sind ja nicht so ;-) Am Hausgiebel wachsen auf einem dicken Kompostbett die Kürbisse und in wenig kleidsamen Eimern Tomaten und Paprika. Wir haben auch noch drei Freilandtomaten mitten in die Gartenfläche gepflanzt – ein Riesenunterschied. Fazit: nächstes Jahr Tomaten direkt in die Erde, ob mit Gewächshaus drüber oder nicht, aber die Eimer bringen\'s nicht. Ernte kurz vor Präparation. Wir sind trotz des zu trockenen Sommers ziemlich zufrieden und haben auch eine ganze Menge für\'s nächste Jahr gelernt. Der Schatten der großen Kastanie, der ab fortgeschrittenen Nachmittag auf dem Garten lag, hat die Ernte eigentlich nicht merklich beeinträchtigt. Nur die Erdbeeren waren damit wohl nicht so zufrieden. 2010 bekommen sie ein hübsches Sonnenplätzchen...

Hofprojekt 2009

Am 17.10.2009 von mag geschrieben

So, liebe Blog-Leser, es gibt tatsächlich mal wieder einen Eintrag ;-) Was unseren Sanierungsfortschritt angeht, habt Ihr nicht wirklich viel verpasst. Mit einem Baby vergeht die Zeit wie im Fluge und leider bleibt oft nicht viel Zeit für aufwändigere Hofprojekte.
Für dieses Jahr haben wir uns „nur“ ein großes Thema vorgenommen – die Hoffläche zwischen den 3 Gebäuden.
Die Fläche mußte abgezogen werden, der Schutt (natürlich alles voll... ;-), eine Dungplatte und eine alte Grube entsorgt werden. Für die späteren Wege und Befestigungen wurde dann eine Tragschicht eingebracht und verdichtet. Außerdem wurde längs des Stalls der Untergrund für die Paddocks geschaffen und an der Stirnseite des Stalls der für einen Longierplatz. Leerrohre für Elektro- und sonstige Leitungen, sowie Drainagen haben wir verlegt, außerdem schon mal die hofseitige Dachentwässerung des Stalls.
Auch unsere „Rampe“ am Hauseingang, ein aus Europaletten zusammengezimmertes Konstrukt, wurde durch ein Podest mit Treppenstufe aus Feldsteinen ersetzt. Dito am Nebeneingang Hundeschleuse. Dazwischen haben wir Granitpflaster verlegt. Schön!!
Weil für den Rest unsere Mittel nur bis zur Tragschicht reichten, liegen die Wege nun deutlich tiefer (da hier mal Großpflaster/Mecklenburger Bund verlegt werden soll) als die angrenzenden Flächen. Das ist ungünstig, weil der Mutterboden dann nachrutscht. Aber gut, vielleicht können wir nächstes Jahr zumindest die wichtigsten Bereiche pflastern – dieses Jahr wollen wir jetzt erstmal im Haus weiter machen.

Jetzt aber die extra lange Bildershow:

21. Juli – Ein paar Bilder vom Hof vor dem großen Erdschieben. 21. Juli – Vor dem Eingang. Die hübsche Palettenrampe hatten wir für Kinderwagentransport gebastelt, doch der Abschied wird nicht schwer fallen... 22. Juli – etwa 5 Stunden später. Die spätere Pflasterfläche an der Scheune wird ausgehoben. 23. Juli – Der Aushub – durchsetzt mit Schutt – wird abtransportiert. Die LKW bringen gleichzeitig RC-Beton für den Pflasterunterbau.
23. Juli – im Bild ein kleiner Teil des aufgenommenen alten Feldstein-Pflaster. Es war komplett überwachsen und unter einer Wegbefestigung aus Ziegelschutt verborgen. Leider als Pflaster durch zahlreiche ältere Erdarbeiten unvollständig und zerstört. 27. Juli – am Stall gab es auch noch eine alte Jauchegrube, die unser Bagger leichthändig rausgepult hat. 28. Juli – Der Unterbau aus RC-Beton der späteren Wegflächen wird abgerüttelt. Links abgesteckt der Bereich der späteren Paddocks vor dem Stall. 28. Juli – der Hof nimmt Formen an, die Wege, bzw. Pflasterflächen treten hervor, ein Großteil der Schutterde ist schon abtransportiert.
28. Juli – Blick Richtung Eingang. Hier, wo ein Staudengarten entstehen soll, haben wir die Erde extratief ausheben lassen. Wehe, mir begegnet da später auch nur ein Schuttbrocken... 29. Juli – Blick aus Richtung Straße auf den Hof. Da wächst kein grüner Halm mehr. Unser Eingang ist momentan hinten durch den Anbau. 31. Juli – die „Feinarbeiten“ beginnen. Am Stall werden später 4 Regenfallrohre sein, für deren Aufnahme und die der Paddock-Drainagen wird hier das KG-Rohr verlegt. 31. Juli – Blick auf unseren neuen Steinreichtum, jetzt kompakt platziert auf der Stall-Rückseite. Vorne im Bild die Drain-Rohre für Paddocks und Longierplatz.
5. August – Der moderne Hof braucht natürlich auch Strom- und Datenkabel an neuralgisch wichtigen Punkten. Dafür haben wir schon mal die Leerrohre verlegt. 5. August – Die Drainage-Rohre auf den Paddocks sind verlegt und angeschlossen, der Filterkies wartet darauf, verteilt zu werden. 12. August – Pflasterarbeiten am Wohnhaus. Da Granitblockstufen leider sehr teuer sind, haben wir uns die eigenen Ressourcen und damit für Eingangsstufen aus Feldsteinen entschieden. Die frostreie Gründung (Beton) war allerdings auch sauteuer... 12. August – Frostfreie Gründung für den Nebeneingang. Dusseliger Weise nicht rechtzeitig ausgehoben und wollten hier nicht nochmal den Betonmischwagen kommen lassen. Loch war aber zum Glück kleiner – trotzdem dolle Schufterei.
23. August – Die Treppe zum Nebeneingang Hundeschleuse ist bereits fertig verfugt, die Hauptreppe zumindest schon fertig verlegt. Als Fugmasse wurde ein Trasszementmörtel gewählt, soll am besten vor Ausblühungen schützen. 23. August – Detailblick auf die unverfugte Haupttreppe. Wie bei den Pflastersteinen haben wir hauptsächlich rötliche Steine herausgesucht. Schön dieses Foto zu haben, denn durch das Verfugen ging leider ein Teil des Charmes verloren. 2. September – Der Filterkies auf Paddocks und Longierplatz wird mit einem Vlies bedeckt, bevor nochmal 25 cm Sand und irgendwann später dann noch mal eine 10 cm Tretschicht aufgetragen werden. 2. September – Sandschicht für die Paddocks. Problem ist, dass die Wegetragschicht knapp 30 cm tieferliegt als das spätere gepflasterte Niveau. Auch haben wir zwischen Stall und Scheune einen Niveauunterschied von fast 70 Zentimetern.
2. September – Westliche Giebelseite des Stalls, der neue Longierplatz. Obwohl wir die komplette Rampe weggerissen haben, wird es auch hier wegen Geländeunebenheiten eine Art Terrasse zur Hofseite geben. 2. September – Longierplatz von der Straße aus. Der stützende Rand wird befestigt. An den beiden kleinen Türen im Giebel kann man noch sehen, wie hoch die seitlichen Betonrampen anstiegen, die abgerissen wurden. 2. Oktober – Zum Abschluß, unsere neue Vorderansciht vor den Gartenarbeiten. Nie mehr durch den Schlamm in Haus waten müssen ;-)) Der Garten soll mal durch einen kleinen schmiedeeisernen Zaun vom Hof abgegrenzt werden. 2. Oktober – und nochmal der Blick wie auf Bild 1, wenn auch deutlich herbstlicher und kahler ;-). Was da in der Mitte sprießt ist übrigens Weizen, der Mutterboden kommt vom Acker. So geht unser diesjähriges Großprojekt nun zuende.

Malen und Zwiebeln

Themen: Garten Sanierung Am 27.10.2008 von mag geschrieben

Da unsere Schablonierfähigkeiten nur zu gruseligen Katastrophen in der Bordürenregion geführt hatten, wurde professionelle Hilfe organisiert. Die wohnt zum Glück gleich gegenüber und so kamen wir heute Abend endlich zum krönenden Abschluß im Wohnzimmer (rot) und Hofzimmer (blau).

Alldiweil die Herren ihrem filigranen Handwerk beim Schwätzchen im wohl temperierten Hausinneren nachgingen, hatte die Hausherrin draußen im wegdämmernden Tageslicht die letzten von zahllosen Narzissen-, Lilien- und Tulpenzwiebeln in der Erde versenkt. Zuvor, in mehreren Arbeitsabschnitten war sie mit der Spitzhacke (Lehmboden!) auf Unkrautjagd gegangen und hatte dabei die Unendlichkeit der Quecken-Wurzeln kennen gelernt. Sehr bereichernd und deprimierend ;-)
Auch 250 Krokusse wurden schon kreuz und quer im Rasen platziert und jeder bekam ein Schäufelchen Kompost mit auf den Weg – da hatte der Rücken richtig Spaß.

Jedenfalls ist das Zwiebelpflanzen für dieses Jahr abgeschlossen (Schneeglöckchen hätte ich noch gerne gehabt... na ja, vielleicht nächstes Jahr).

Recycling-Projekt

Themen: Rund um den Hof Garten Am 21.10.2008 von mag geschrieben

Hier sehen wir die Errichtung einer ersten komfortablen Holzwohnstätte am Nordgiebel des Wohnhauses. Natürlich wurde zwecks Zirkulation ein luftiger Abstand zur Hauswand gelassen. Für den gleichfalls luftigen Unterbau sorgen gute alte Europaletten, die hübschen Abschlüsse an den Seiten sind ehemalige Lehmwickelstaken vom Dachboden. Daran lehnt ein Klettergerüst aus Baumschnitt-Resten, an dem sich nächstes Jahr Clematis hochranken sollen. Ein nettes Recyclingprojekt also (unser Konto dankt’s).

Das Dach besteht momentan noch aus einer provisorische Mischung 2er Dachsteine – zuerst wollten wir die Reste der Ziegel vom Wohnhaus verwenden, es war aber unmöglich, bzw. unverschämt teuer, die paar fehlenden nachzukaufen. Da im Nachbarort gerade das Kirchendach renoviert wird, konnten wir dann (nach einigen organisatorisch-bürokratischen Hürden) von dort schöne alte Biberschwänze bekommen. Welche nun erstmal unentschlossen daneben lagern. Um sie nämlich richtig aufzulegen, müßten wir zunächst nochmal die Lattung ändern. Haben wir im Augenblick denn nichts besseres zu tun? Doch!

weiter

Apfelernte 2008

Themen: Rund um den Hof garten Am 17.10.2008 von mag geschrieben

Trotz trockenem Sommer gab es wieder Äpfel ohne Ende, wenn sie auch teilweise kleiner waren als im Vorjahr. Auch der Boskop (hier im Bild) trägt in diesem Jahr überreich.
Und obwohl Amy Lou schon ordentlich Fallobst weggeputzt hatte, war schon wieder genug gefallen um wieder über 200 Flaschen Apfelsaft zu pressen.

Alte Wege

Themen: Garten Am 30.08.2008 von mag geschrieben

Vor langer, langer Zeit führte ein schmaler Weg zwischen Obstwiese und Acker hinunter zum Graben, wo er in einem Feldweg mündete, der entlang des Grabens zu den benachbarten Orten nördlich und südöstlich verlief. Geradeaus über den Graben gelangte man zum Nachbargehöft hinter dem Hügel.

Den Graben gibt es schon lange nicht mehr, der störte die Landwirtschaft und verläuft nun unterirdisch in Betonröhren. Den Feldweg gibt es auch schon lange nicht mehr, denn auch sowas ist nur Platzverschwendung in einer effizient gestalteten Agrarlandschaft. Aber den schmalen Weg, der zum Glück zu unserem Grundstück gehört, den gab es noch – irgendwo unter dem dichtem Gestrüpp. Man mußte ihn nur freilegen...

Nachdem wir im Frühjahr immerhin schon die ersten 15 Meter geschafft hatten ;-) wollten wir das kräftezehrende Werk vollenden und den ganzen Weg entlang der Obstbäume bis hinunter zur Grundstücksgrenze freisensen. Dazu hatten wir uns aus dem Rheinland die fabulöse Motorsense meines Bruders mitgebracht und uns dieser Tage durch Buschwerk, zahllose Hartriegel- und Pflaumenausläufer und haarfeines, verfilztes Gras gekämpft.

Das Ganze sieht nun schon ganz schön aus, der ursprüngliche Weg läßt sich wieder gut erahnen. Noch ist allerdings alles hubbelig und uneben, außerdem stecken noch viele dicke Wurzeln drin. Morgen können wir dann mal wieder die Eggen anschnallen, um den Weg halbwegs plan zu kriegen.

Das geht noch grüner

Themen: Garten Am 28.06.2008 von mag geschrieben

So, mal wieder ein großer zeitlicher Sprung. Starten wir mit einem Blick auf unser Rasenexperiment. Nachdem es original bis Ende Juni nicht regnen wollte, mußten wir die ganze Zeit wässern. Teuer, aufwändig und bei aller Mühe niemals so effektiv wie echter Regen.
Das wir aber noch so viele Lücken im Grün haben, liegt wohl in erster Linie an unserem toter als toten Boden. Beschämt müssen wir zugeben, dass da, wo besonders viel Sand eingearbeitet wurde, bzw. komplett mit Sand aufgefüllt wurd, das Gras am besten wächst... Schnöder Maurersand enthält also mehr Nährstoffe als unsere zerbaggerte Erde. An besserer Durchlässigkeit dort kann es angesichts des spärlichen und handgesteuerten Niederschlags wohl kaum gelegen haben?!
Dennoch erstaunlich, wieviel besser das Gras an den tiefengelockerten Stellen wächst. Der sternförmige Verlauf läßt sich dadurch einwandfrei erkennen.

Es werde Rasen

Themen: Garten Am 29.05.2008 von mag geschrieben

Nach den Erdverschiebungen, x-fachem Eggen, zahllosen abgesammelten und abgetragenen Schutthaufen kam endlich das Finale. Hier die kleine Bildergeschichte von unserer vorerst letzten Plackerei auf der Gartenfläche:

Mit Fergie wird der Sand (Maurersand, Körnung 0/4 – Besseres war budgetmäßig nicht drin) über das Gelände verteilt. Der Sand wird anschließend mit umgedrehten Eggen verteilt. Nun bedeckt eine 5 – 10 cm Schicht Sand die Fläche. Beginn des Tiefenlockerns. Dabei half uns ein Nachbar mit einer seiner Kabelziehermaschinen.
Wir sind bis zu 50, 60 cm tief gegangen, in Leitungsnähe natürlich flacher. Die Fläche wurde sternförmig zum Teich hin augeschlitzt, das soll helfen das Wasser besser dorthin abzuführen. Anblick hinterher, aus den Tiefen kamen tatsächlich nochmal riesige Schutt-Stücke und Feldsteine hervor. Dann wieder eggen, sammeln und Co. In die Schlitze wurde zuvor auch nochmal Sand gefegt.
Letzte Runde vor dem Aussäen mit der Krümmelwalze. Der letzte Gang mit dem Eimer – nie mehr (hier) Schutt sammeln... Tom beim Aussäen, es war natürlich tierisch windig. Fertig und wässern. Ab heute könnte es gerne mal regnen... Da wo die Steinabgrenzung liegt, sind Wildblumen gesät.

Ja, es regnet nicht mehr ;-)

Themen: Garten Rund um den Hof Sanierung Am 12.05.2008 von mag geschrieben

Wer die letzten Tage hier vorbeigesurft ist, hat’s wohl schon geahnt: die Bauherrenschaft hatte keine Zeit zum bloggen. Wenigstens das Winterbild oben habe ich nun mal ausgetauscht. Aktueller Stand der Baustelle:

Rasen anlegen – schleppt sich weiter hin. Wir brauchen noch 3, 4 Ladungen Sand. Immerhin hat sich ein Nachbar mit einem Bodenmeißel in seinem Maschinenpark gefunden, so dass eine Lösung für das Tiefenlockern anbahnt. Hoffentlich passt es terminlich.

Türzargen – Warten auf Angebote. 2 Tischler waren da, am Mittwoch soll noch ein Dritter kommen. Dann mal schauen, was der Bauch und die Kasse sagen.

Schneckendusche – Boden in Arbeit. Dazu werde ich nochmal eine Bilderserie nachtragen. Viel, viel, sehr viel aufwändiger als geahnt die Mosaiksteine schneckenförmig zu verlegen. Kotau vor den antiken Fliesenlegern, die ganze Säle mosaikiert haben.

Malern – on hold. Die Putzer haben kleine Risse und unfertige Stellen beigeputzt, jetzt könnte es eigentlich losgehen, aber zuerst mußten die Fliesenböden imprägniert werden.

Fliesenböden – machen richtig Arbeit. Die Cottoböden gingen ruckzuck und sehen gut aus. Bei den Zementfliesen gibt’s ein Maleur nach dem anderen. Dazu später mehr und ausführlich – bin im Moment zu frustriert.

Ansonsten – die Obstbäume blühen, die Schwalben zwitschern, die Sonnen scheint und Annika hat endlich Schwimmen gelernt, ein Tag ist schöner als der andere.

PS.: Die fehlenden Blog-Artikel aus der „Pausenzeit“ werde ich sukzessive nachtragen – wenn Zeit ist...

Terraforming

Themen: Garten Am 26.04.2008 von mag geschrieben

Der Unterboden ist nun hoffentlich endlich fertig und so präpariert, das es keine ewigen Schlammsenken mehr gibt. Vielleicht zu erkennen ist die sanfte Vertiefung zwischen Schacht und Haus zum Teich hin. Eine von zahllosen „Sammelstellen“. Man läuft mit einem Eimerchen über das Gelände, sammelt gebückt, kniend, gehockt und auch mal kriechend und schleppt die Ladung dann zur nächstgelegenen Ansammlung. Am Ende kommt Fergie, wir füllen das Zeug in seine Schaufel und er fährt’s zum Container. Just lovley.

Auf der Jagd hinter dem Zeitplan her ist ein Etappenziel erreicht: nachdem sich die Regenschleusen vorrübergehend geschlossen hatten und frühsommerliches Wetter unsere Schlammwüste auf treckertaugliche Befahrbarkeit abgetrocknet hatte, konnten wir endlich die Erdverschiebungen auf der Gartenfläche so gut wie abschließen. Nur am Kellerschacht ist noch aufzufüllen, aber zunächst muß dieser noch verfugt und bitumiert werden. Die Böschung entlang der Grundstücksgrenze, an dem der Baggerfahrer letzten Herbst bei den Arbeiten am Geländegefälle zum Teich hin einen riesigen Erdwall aufgeschüttet hatte, ist wieder so ungefähr auf sein Ursprungsmaß geschrumpft.
Zahllose Frontladerschaufeln Erde sind zum Auffüllen von potentiellen Pfützenstellen bewegt worden, Erhebungen, die das Gefälle störten wurden – soweit mit einem Frontlader möglich – abgezogen und am Teich haben wir letztlich mit Spaten und Harke von Hand „modelliert“. Ein wortwörtlicher Kraftakt und erst der nächste Regen wird zeigen, wieviel es bewirkt hat.
Gekrönt wurde auch diese Aktion wieder von Unmengen Schutt den es abzulesen galt und der schier unerschöpflich nach jedem Eggen aus dem Boden quillt.

Als nächstes folgt nun das Aufbringen und Verteilen von Sand zum Abmagern und das Tiefenlockern. Da, wo es eher klassischer Rasen als Wiese sein soll evt. noch ein, zwei Fuhren Mutterboden. Dann nochmal mit Grubber und Krümmelwalze drüber, finales Schuttabsammeln und glattrechen. Grassamen (RSM 2.3-Saatggut) ausstreuen, anwalzen, wässern und warten. Für die Böschung gibt es eine Wildblumenmischung von Rieger-Hofmann und ein paar Inseln mit Ackerbegleitflora von Syringa.

Allein das Verteilen von 100 Tonnen Sand wird nochmal eine so richtig grausame Aktion. Und ein sattes Loch ins Budget reisst das Ganze auch. Aber dann – nach 2 Jahren Drecksteppe – durch den Garten wandeln ohne durch Schlamm oder Staubwolken zu stapfen. Die Vorfreude haut mich um...

Wir machen den Weg frei

Themen: Garten Rund um den Hof Am 23.04.2008 von mag geschrieben

Im Februar – ein schmucker vermüllter Erdwall hockt zwischen den Obstbäumen Und heute – nachdem Fergie mit zwei hintereinander geketteten Eggen hier einen Nachmittag rauf und runter gefahren ist.

Vergangenen November gab es ein Mißverständnis, dass jede Menge Arbeit nach sich zog. An jedem halbwegs treckertauglichen Tag haben wir seitdem die ungewollten Erdhaufen abgetragen, Senken damit aufgefüllt und, wo nötig, das Gefälle zum Teich hin verstärkt. Eine dieser unschönen Erdablagen erhob sich hier an den Obstbäumen. Auf dem Vorher-Foto leider nicht so richtig zu erkennen, gab es dadurch eine richtige Stufe zum tiefer liegenden Terrain.

Zahllose schuttverseuchte Baggerschaufeln voll haben wir weggeschafft und verarbeitet und zum Schluß hieß es die übrig gebliebene Kraterlandschaft (Fergie hatte sich mehr als einmal festgefahren und mit der Frontladerschaufel kann man auch nicht so wirklich sauber baggern) wieder glatt zu ziehen.

Dazu nahm Fergie zwei hintereinander gekettete Eggen in Schlepp und Tom kutschierte ihn eine Ewigkeit im Slalom zwischen den Bäumen hindurch. Dabei wurde auch einen Teil des alten Wegs zwischen Acker und Obstbaumwiese freigeeggt. Das sieht hier allerdings besser aus, als es ist, denn es stecken noch reichlich Pflaumenstubben auf der Strecke. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ungerecht

Am 14.04.2008 von mag geschrieben


ist, dass in Nordafrika das fossile Wasserreservoir unter der Wüste immer mehr abnimmt und gerne auch in Form mittelmäßiger Tomaten in unsere nordeuropäischen Supermärkte gekarrt wird, während es bei uns seit Wochen ununterbrochen kübelt, um offensichtlich die gemäßigten Zonen in eine große Sumpflandschaft zu verwandeln...
Ach wie gerne würde ich Euch ein paar Wölkchen rüberschieben, auf das es hier wie dort blühen und gedeihen möge!

Es regnet. Das ist eigentlich alles, was mich im Moment beschäftigt, denn mein Frühjahrszeitplan ist schon 3 Wochen im Verzug.

Okay, die Fliesenarbeiten im Haus sind fast abgeschlossen (dazu folgt dann demnächst mal ein Review) und die Pläne für die Tischlerarbeiten nehmen Plan an, aber der Garten!
Wir haben immer noch nicht die Nivellierung des Unterbodens abgeschlossen, geschweigen denn Kompost, Split und Sand aufgebracht und tiefengelockert. Schöne Aussichten im Frühling

Eggen ist unmöglich, bei unserem Boden gibt es nur ein enges Zeitfenster für die Bearbeitung – zwischen zu matschig und zu hart. Letzteres ist schon lange nicht mehr das Problem gewesen...
Seit fast 2 Jahren ist die Fläche erdiges Brachland, ob wir es schaffen, das bis Juli grün zu bekommen?

Aus dem Teich

Themen: Teich Garten Am 24.03.2008 von mag geschrieben

Schmerzen: Ellenbogen, Handgelenke, Rücken. Ursache: seit Tagen nutze ich die freie Zeit (und jetzt über Ostern besonders) und fische mit dem Rechen wuchernde Algen aus dem Teich. Den zweiten milden Winter in Folge hatte das Zeug allzu gut überstanden. Nachdem der Bauer auf den anliegenden Feldern seine Düngerunde gedreht hatte, hatte sich zudem eine schaurig schöne Schaumschicht gebildet. Alles sehr unappetitlich, vor allem der faulige Schlick auf dem Boden von vorangegangen Generationen. Damit der Stickstoff dem Wasser entzogen wird, muß das Zeug also abgerntet werden. Trotz wirklich unermüdlichen Schaffens und einer Reichweite von höchstens 2,50 m vom Ufer aus, ist höchstens ein Viertel geschafft.

Da es ja auch noch genug andere Dinge auf dem Hof zu tun gibt, habe ich mich mal nach tierischen Helfern erkundigt und bin auf Spitzschlamm- und Posthornschnecken gestoßen, die bevorzugt Algen vertilgen. Super, da soll mal eine größere Menge von her. Also ein Angebot eingeholt. Zusätzlich empfahl der Händler noch die Wasserpflanzen Krebsschere und Hornkraut als Algenverdränger.
Heute wollte ich mal googlen, was das denn für Pflänzchen sind und ob die vielleicht auch was hermachen.
„Hornkraut“ eingegeben und direkt mal auf „Bilder“ geklickt. Ich dachte ich seh' nicht recht – das Teil sieht ja genau so aus, wie die Grünzeugmassen, die ich die ganze Zeit aus dem Wasser zerre! Von wegen Algen (als Stadtei sei mir verziehen).

Wir haben also eine Hornkrautplage mit ein bißchen Alge dazwischen. Was auch immer, es sieht sch... aus und beim Absterben verfault es zäh langsam und faulig während obendrauf schon wieder die Stengel sprießen. Welches Tier frißt mir jetzt das Hornkraut weg? Dazu weiß Google leider keinen Rat...

Sensetion

Themen: Garten Rund um den Hof Am 22.02.2008 von mag geschrieben

Die neuen Sensen – noch unberührt und nichtsahnend ob des störrischen Gestrüpps und der unkundigen Hände, die sie erwarten... Nach ausreichend Gefluche auf unsere Sense vom Baumarkt haben wir uns für dieses Jahr Sensen aus der Sensenwerkstatt geleistet.

Außerdem eine klappbare Felco Baumsäge angeschafft und – als finanzieller Höhepunkt – eine Motorsäge von Husqvarna (haltet Eure Bäume fest!).

Damit ist das Garten-Budget für dieses Jahr schon aufgebraucht...

Ein bißchen Winter

Themen: Rund um den Hof Garten Am 06.01.2008 von mag geschrieben

Wir hatten im November eine Baumschneiderin engagiert, die unseren seit Jahren wild umherwachsenden Obstbäumen zu Leibe gerückt war. Die Berge an Ästen und Zweigen habe ich über die Winterzeit zu einer Totholzhecke am nördlichen Grundstücksrand aufgeschichtet. Es gibt noch Lücken, schließlich reden wir hier von etwa 200 m Strecke...
Das Ergebnis ist jedenfalls sehr hübsch geworden, gerade heute mit ein bißchen Schnee gepudert (ansonsten scheint der Winter wieder so lau zu werden wie letztes Jahr). Danke auch an Susann für die Hilfe bei dieser Geschichte!

Da draußen…

Themen: Garten Rund um den Hof Am 04.11.2007 von mag geschrieben

… hat sich auch was getan. Wir haben mal wieder den Garten verwüstet. Das große Ziel ist es ja, auf der ganzen Fläche ein leichtes Gefälle zum Teich hin zu schaffen. Dazu wurde mit dem Bagger eine ganz weich abfallende Senke gegraben. Der Baggerfahrer hatte allerdings den Erdaushub zu einem stattlichen Wall entlang der Grundstücksgrenze aufgeschüttet. Ich dachte, das sei nur temporär geparkt – doch das war Absicht.
„Das ist ja alles voller Schutt, das kann ich doch nicht auf der Fläche verteilen“. Ja, schon richtig, aber das kennen wir ja. Wir versicherten, das wir begeisterte Schuttsammler sind und konnten ihn dazu bewegen, zumindest einen Teil wieder auszubreiten.

Gestern konnten wir dann mit Fergie nochmal finetunen und die ersten Berge Schutt absammeln (wenn Ihr wieder Klagen hören wollt: return). Aber heute ist das Wetter gekippt und wir werden es wohl nicht, wie geplant schaffen, vor dem Winter den Boden hübsch zu machen und abzumagern.

Apfel in der Flasche

Themen: Garten Rund um den Hof Am 19.10.2007 von mag geschrieben

Dieses Jahr wollten wir unser zahlreichen alten Apfelbäume nicht ungepflückt davon kommen lassen. Obwohl die Baustelle gerade ziemlich rotiert und meine laufenden Jobs mich die letzen Tage von morgens bis abends an den Schreibtisch ketteten, schafften wir es, uns einen ganzen Vormittag nur dieser höchst wunderbaren Tätigkeit zu widmen. Einige Äpfel wollen wir lagern, um mal zu schauen, welche Sorten dazu taugen, die anderen sind zu Apfelsaft verarbeitet worden.

Hier in der Gegend gibt es einige Mostereien, bei denen man dann auch den Saft der eigenen Äpfel zurückbekommt, man muß (darf!) dann beim Mosten helfen. Wir haben einige Kisten sortenrein, nach Baum sortiert, abfüllen lassen – auch wenn das den Mitarbeitern der Mosterei ein unverständliches, exotisches Ansinnen zu sein schien (diese Stadteier...). Aber lohnenswert, darauf zu bestehen – unser Apfelsaft-Horizont hat sich beträchtlich erweitert.

Pro Flasche zahlt man übrigens, inklusive 50 Cent Flaschenpfand, 1 Euro. Bei Aldi gibt’s also immer noch billigeren Apfelsaft…

Ein „Schöner von Nordhaus“ (laut Auskunft des Pomologenvereins) – hier noch friedlich an seinem Baum. Hier zusammen mit seinen zahlreichen Kollegen in der Mosterei, kurz vor der Presse. Und hier das Ergebnis in 199 Flaschen.
 




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