Blog-Beiträge 05/2006

Kleiner Status zum Wochenende

Themen Rund um den Hof Sanierung Am 20.05.2006 von mag geschrieben

Thomas schreitet „seine“ Wiese ab. Rechts von der Baumreihe liegt das verpachtete Land.

Am Montag werden schon mal ein paar Kartons gepackt und auf den Hof gebracht. Der Bulli ist angemeldet und wird mal wieder als zweite Heimat fungieren.
Regenfallrohr, Stromanschluß und die Planung mit Stefan stehen auf dem Plan.

Erfreuliche Nachricht: ab KW 51 soll es tatsächlich DSL geben. 100 % traue ich dem Braten nicht, denn beim rosa T scheinen die Auskünfte tagesformabhängig zu sein... Aber sind wir mal optimistisch!

Mit einigen Mühen haben wir auch endlich herausgefunden, wer unsere 1,6 Hektar Ackerland gepachtet hat, die direkt hinter dem Teich liegen. Der Pachtvertrag läuft bis 2012, aber wir wollen möglichst schon nächstes Jahr raus, um das Land selbst zu nutzen, Feldrain pflanzen zu können und das Einspülen von Gülle und Pestiziden in den Teich zu minimieren.
Unter den Kontaktdaten im Vertrag war niemand zu erreichen, über die Nachfrage beim Bürgermeister ist Tom dann an den Verwalter des Pächters rangekommen. Dies ist ein Herr in Niedersachsen, der tausende Hektar Land managt und wahrscheinlich wenig bis nichts mit den romantischen Vorstellungen eines Städters vom Landleben zu tun hat ;-)

Dieter, der Verwalter, ist ein Netter und hat auch ein bißchen aus dem Bauernalltag 2006 erzählt. Für eine Riesenfläche von 1600 Hektar werden 6 Mitarbeiter benötigt, jedoch auch nur maximal 9 Monate im Jahr. Die sitzen dann auf riesigen Maschinen, die per GPS über's Feld gelenkt werden. Die von uns gepachteten winzigen 1,6 Hektar scheinen mir da doch für ihn zu entbehren... Für uns dagegen ist es eine Menge Platz. Skurill: der Pächter bekommt für die kleine Fläche mehr Gelder von der EU als wir an Pacht erhalten. Klingt alles in allem für Lieschen Müller (mich) nach einem lukrativen Geschäft und dem ganz normalen Subenventionswahnsinn.

Jedenfalls meinte Dieter, dass der Pächter unser Land nicht so gern rausrücken möchte, weil es ein L-förmiges Teilstück ist und man dann ja nicht mehr so gut mit den Riesenmaschinen um die Ecke käme ;-))) Wahnsinn.
Aber wir würden auch noch die Ecke nehmen!

Teich again II.

Themen Teich Sanierung Am 18.05.2006 von mag geschrieben

Der große Lehm-Canyon – so sah\'s zwischenzeitlich im Kampf mit dem Wasser bei uns aus.

Um nicht im Lehmmatsch zu versinken und überhaupt in der Grube laufen können, müßen ständig Schichten von Sand reingeschüttet werden.

So, wie ist der Stand, konkret der Wasserstand heute?
Seit letztem Freitag ist alles soweit wieder im Lot. Das Überlaufrohr wurde gefunden und freigemacht, ist allerdings wohl so rott, dass es ersetzt werden muß.
Hier auf jeden Fall einen herzlichen Dank und ein großes Lob an Herrn Wolter vom Wasserbodenverand, der wirklich sehr engagiert war und nicht etwa um 16.30 den Griffel hat fallen lassen (bzw. den Bagger nach Hause geschicken hat) sondern dran geblieben ist, bis das Problem gelöst war.
Der Garten sieht nun zwar aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, aber wenigstens hat das Haus wieder trockene Füße.

Ab nächster Woche habe ich mir zwei Wochen Urlaub eingereicht, damit wir mal einiges auf den Weg bringen können.
Meine Suche nach einem Heizungsplaner, der uns einen komplettes Konzept zu unseren Wünschen erstellt ist noch nicht gefunden. Die Wünsche da wären:

  • Wärmepumpe mit Flächenkollektor (Direktverdampfung, also Garten- und Hauskreislauf nicht getrennt)
  • Wandheizung (evt. Temperierung nach Großeschmidt) plus teilweise Fußbodenheizung
  • Und last but not least: Ein schöner kuschliger Grundofen/Kachelofen mit Mischa-Schlafbank für Tom ;-)

Am Montag gibt's dazu nochmal einen Telefonmarathon, mal schauen was sich da findet.

Grundrisse

Themen Sanierung Am 14.05.2006 von mag geschrieben

Das eigene Haus zu konzipieren ist genauso schwierig, wie die eigene Website zu entwerfen. Irgendwie ist man nie richtig zufrieden und steht sich auch noch ständig selbst im Weg.
Aktuell schlagen wir uns mit dem notwendigen (da kein Keller mehr vorhanden) Hauswirtschaftsraum herum, bzw. der Frage müssen wir den Blick in den Hof von Küche oder Wohnzimmer unbedingt haben? Ist im Moment alles zur Südwest-Seite ausgelegt. Und zum Hof liegen die Bäder, Diele und eben der Hauswirtschaftsraum.

Problem sind auch noch die Lage des Kamins (da sollte der Grundofen dran), die Berücksichtigung tragender Wände und bereits vorhandener Sanitärinstalltionen... und generell die Herausforderung die Totaloperation am Grundriss in Grenzen zu halten, damit die Bank nicht aus den Latschen kippt.

Außerdem müssen wir jetzt schon einen groben Plan zum späteren Dachgeschossausbau andenken, wegen der Anschlüsse usw. Nicht genug dieser Überlegungen, steigen auch noch die Leitzinsen und parallel sind Energieberater, Erdwärme-Fachleute und Steuerberater abzuklappern.
Mir qualmt jedenfalls der Kopf und der Hund quengelt auch noch, deshalb geht's jetzt gleich erstmal in Grüne.

Teich again

Themen Sanierung Am 11.05.2006 von mag geschrieben

Gesucht wird der Überlauf, ein altes Tonrohr, das hier irgendwo liegen muß und offensichtlich verstopft ist.

Unter dem Rasen ist es lehmig und ziemlich naß. Nur vom Überlauf keine Spur.

Nachdem die Wasserbodenbehörde sich unseres Teich-Problems angenommen hat (ja, denn selbiger wurde offiziell zu „Gewässer“ erklärt), wird seit heute auf dem Hof gebuddelt. Die Kosten übernimmt die Behörde, zumindest dieser Kelch scheint also an uns vorüber zu gehen.

Die Suche nach dem Rohr gestaltet sich doch nicht so einfach – das Durchpusten mit Hochdruck vom Kanal aus hat leider bisher nicht viel gebracht. Wahrscheinlich sind die Wurzeln der Weiden auf dem Nachbargrundstück in die maroden Tonrohre eingewachsen, auf der Suche nach leckrem Nass.

Tom ist vor Ort und hat außerdem noch den Energieberater, unseren Bau-Ing. Stefan Gesell und den Elektriker von den Stromwerken dabei. Ein anstrengendes Programm, während ich beim Kunden sitze und die Brötchen verdiene ;-)

Nasse Füße

Themen Teich Sanierung Am 01.05.2006 von mag geschrieben

So sieht\'s zur Zeit aus. Dachziegel und Fenster sind nicht wirklich stilgerecht, aber mal abwarten, was in der Budget-Planung für diesen Part bleibt.

Die rückwärtige Südostseite des Hauses, links der Giebel des Rinderstalls, rechts der der Scheune.

Beunruhigender Anblick, das Teichwasser drückt durch den Ablauf hoch.

Zum ersten Mal das Haus ohne Schnee, erstes zartes Unkraut macht sich auf, das Grundstück zu überwuchern.
Die Vorbesitzerin ist überraschend aufgeräumt, man merkt, dass ihr der sprichwörtliche Mühlstein vom Hals genommen ist. Auf unserem Zettel stehen noch der Pachtvertrag für die 1,6 ha, die Liste der Garagenpächter, Aufbau der Steuerungseinheit für die Kleinkläranlage, bestehende Gebäudeversicherungen und finally - die Schlüsselübergabe.

Davon abgesehen bahnt sich die erste Herausforderung an: der Teich hinterm Haus hat seeartige Ausmaße angenommen – das Wasser steht an der Süd- und Südostseite fast am Haus. An den Fallrohren, von wo das Regenwasser eigentlich zum Teich geleitet werden soll, drückt das Wasser hoch, so daß die Hausecken pfützenumkränzt sind.
Die Vorbesitzerin deutet an, dass da wohl der Überlauf mal gereinigt werden müsse. Wohl war und zwar so schnell wie möglich...

Mit Kamera und Zollstock rücken wir unserem alten Baby den Nachmittag über zuleibe, außerdem machen wir Bekanntschaft mit einem Teil der Nachbarschaft (sehr herzlich und hilfsbereit!) In Sachen Teich erfahren wir unter anderem, dass die Vorbesitzer den wohl zwecks Vergrößerung ausbaggern liessen und dabei möglicherweise unwissentlich das Überlaufrohr geschreddert haben. Oder hat es sich doch nur einfach zugesetzt?
Wir nehmen jedenfalls eine fette ToDo-Liste mit nach Hamburg…

 




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