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<title>Stadtflüchter</title>
<description>Neue Welten entdecken – unbekannte Zivilisationen…</description>
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<copyright>Copyright 2010</copyright>
<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 23:05:39 +0200</pubDate>
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<title>Vorgeschichte // Teil 1</title>
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<pubDate>Sat, 04 Mar 2006 14:11:00 +0100</pubDate>
<category>Haussuche</category>
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<description>Platz kann man nie genug haben 

Keine Ahnung warum, aber für mich war es immer klar, dass ich irgendwann mal auf dem Land leben will. So richtig Land mit viel Platz, vielen Tieren und wenig Menschen.
Nur nicht so ein verstädtertes Dorf, wie das aus dem ich komme, das wächst und wächst und in dem jedes Fleckchen Garten zu Bauland wird.
Dann schon lieber das wahre Stadtleben – seit 9 Jahren leben wir nun in Hamburg (zweifellos Deutschlands schönste Stadt ;-) und haben genug Großstadt getankt um uns raus in die Pampa zu wagen. Vielleicht das letzte ultimative Langzeitabenteuer, das man hierzulande erleben kann ;-)</description>
<content:encoded><![CDATA[<h1>Platz kann man nie genug haben </h1>

Keine Ahnung warum, aber für mich war es immer klar, dass ich irgendwann mal auf dem Land leben will. So richtig Land mit viel Platz, vielen Tieren und wenig Menschen.
Nur nicht so ein verstädtertes Dorf, wie das aus dem ich komme, das wächst und wächst und in dem jedes Fleckchen Garten zu Bauland wird.
Dann schon lieber das wahre Stadtleben – seit 9 Jahren leben wir nun in Hamburg (zweifellos Deutschlands schönste Stadt ;-) und haben genug Großstadt getankt um uns raus in die Pampa zu wagen. Vielleicht das letzte ultimative Langzeitabenteuer, das man hierzulande erleben kann ;-)]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Vorgeschichte // Teil 2</title>
<link>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=18&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_2&amp;weblog_archiv=20060304</link>
<comments>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=18&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_2&amp;weblog_archiv=20060304#comments</comments>
<pubDate>Sat, 04 Mar 2006 14:12:00 +0100</pubDate>
<category>Haussuche</category>
<guid>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=18&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_2&amp;weblog_archiv=20060304</guid>
<description>
Wie wir in den Osten kamen











Wir haben ziemlich spät angefangen, Ostdeutschland zu erkunden, zumindest dafür, dass es von Hamburg nicht wirklich weit bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg ist. 
Das Abstandskriterium schlechthin war der Überfall einer Horde Rechtsradikaler auf eine Gruppe Jugendlicher auf einem Campingplatz – irgendwann in den 90ern, irgendwo in MeckPomm.
Das war für unsere Neugier lange Zeit das absolute Null-Bock-Kriterium. (Ein Blick auf die Website von Lobbi.eV zeigt, dass die Presse sich zwar nicht mehr so dafür interessiert, aber von Friede-Freude-Eierkuchen keine Rede sein kann.)

Dann irgendwann die erste Reise mit dem VW-Bus und Freunden an die Meckpommsche Ostseeküste. Wow, was für Unterschied zu den zubetonierten und durchorganisierten Badestränden Schleswig-Holsteins. Wir campten 70 Meter vom Meer entfernt in zauberhaft „unordentlicher“ Natur, es gab keinen Streß wegen dem Hund, keine Strandkorb-Reihen, keine Kurtaxe – war das noch Deutschland?

Na denn, jetzt aber bitte mehr sehen! Von nun gab's häufiger Abstecher gen Osten, mit Basti zu dessen Opa nach Havelberg (sehr schönes Städtchen) und weiter durch die abgelegensten prignitzschen Dörfer über abenteuerliche Dorfverbindungsstraßen, die den Stoßdämpfern einiges abverlangten, oft kilometerweit durch Wiesen, Felder und Wald – dass man schon glaubt nie mehr auf Zeichen menschlicher Besiedlung zu stoßen.

Viel Kopfsteinpflaster, alte Alleen, ursprüngliche Dorfarchitektur mit Kirchhof im Mittelpunkt und kreisförmig darum drapiert die reichsten und imposantesten Bauernhäuser. Backstein mit verzierten Gesimsen und Feldsteinfundamenten, an der Elbe auch viele sehr schöne Fachwerkhäuser. Die Bausünden der 60er/70er Jahre, die vielen Dörfern im Westen ihren Charakter geraubt haben, halten sich hier in Grenzen. Hier und da mal die Betonblöcke ehemaliger Einkaufsläden und am Dorfrand die unvermeintlichen und meist zerfallenen LPG-Stallanlagen.

Und vor allem: Platz ohne Ende und niedrige Immobilienpreise.</description>
<content:encoded><![CDATA[
<h1>Wie wir in den Osten kamen</h1>


<div style="float:left; width:170px;">

<gupsi:image src="DSCF0018.jpg" align="left"  subtitle="Feldweg in MeckPomm" thumb="DSCF0018.thumb.jpg" />

<gupsi:image src="DSCF0058.jpg" align="left"  subtitle="Dorfstraße in der Prignitz" thumb="DSCF0058.thumb.jpg" />

<gupsi:image src="DSCF0027.jpg" align="left"  subtitle="Typisches Bauernhaus in der Prignitz" thumb="DSCF0027.thumb.jpg" />

</div>
Wir haben ziemlich spät angefangen, Ostdeutschland zu erkunden, zumindest dafür, dass es von Hamburg nicht wirklich weit bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg ist. 
Das Abstandskriterium schlechthin war der Überfall einer Horde Rechtsradikaler auf eine Gruppe Jugendlicher auf einem Campingplatz – irgendwann in den 90ern, irgendwo in MeckPomm.
Das war für unsere Neugier lange Zeit das absolute Null-Bock-Kriterium. (Ein Blick auf die <a href="http://www.lobbi-mv.de/chronolo/index.htm">Website von Lobbi.eV</a> zeigt, dass die Presse sich zwar nicht mehr so dafür interessiert, aber von Friede-Freude-Eierkuchen keine Rede sein kann.)
</p>
<p>Dann irgendwann die erste Reise mit dem VW-Bus und Freunden an die Meckpommsche Ostseeküste. Wow, was für Unterschied zu den zubetonierten und durchorganisierten Badestränden Schleswig-Holsteins. Wir campten 70 Meter vom Meer entfernt in zauberhaft „unordentlicher“ Natur, es gab keinen Streß wegen dem Hund, keine Strandkorb-Reihen, keine Kurtaxe – war das noch Deutschland?
</p>
<p>Na denn, jetzt aber bitte mehr sehen! Von nun gab's häufiger Abstecher gen Osten, mit Basti zu dessen Opa nach <a href="http://www.havelberg.de/">Havelberg</a> (sehr schönes Städtchen) und weiter durch die abgelegensten prignitzschen Dörfer über abenteuerliche Dorfverbindungsstraßen, die den Stoßdämpfern einiges abverlangten, oft kilometerweit durch Wiesen, Felder und Wald – dass man schon glaubt nie mehr auf Zeichen menschlicher Besiedlung zu stoßen.
</p>
<p>Viel Kopfsteinpflaster, alte Alleen, ursprüngliche Dorfarchitektur mit Kirchhof im Mittelpunkt und kreisförmig darum drapiert die reichsten und imposantesten Bauernhäuser. Backstein mit verzierten Gesimsen und Feldsteinfundamenten, an der Elbe auch viele sehr schöne Fachwerkhäuser. Die Bausünden der 60er/70er Jahre, die vielen Dörfern im Westen ihren Charakter geraubt haben, halten sich hier in Grenzen. Hier und da mal die Betonblöcke ehemaliger Einkaufsläden und am Dorfrand die unvermeintlichen und meist zerfallenen LPG-Stallanlagen.
</p>
<p>Und vor allem: Platz ohne Ende und niedrige Immobilienpreise.]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Vorgeschichte // Teil 3</title>
<link>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=19&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_3&amp;weblog_archiv=20060304</link>
<comments>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=19&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_3&amp;weblog_archiv=20060304#comments</comments>
<pubDate>Sat, 04 Mar 2006 14:13:00 +0100</pubDate>
<category>Haussuche</category>
<guid>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=19&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_3&amp;weblog_archiv=20060304</guid>
<description>Nichts für Vollblutrealisten 











Nach und nach begannen wir mal intensiver nach verlassen aussehenden Höfen zu gucken und die für uns relevanten Kriterien herauszuarbeiten.

Die Nähe zu Hamburg war uns dabei zweitrangig, wir wollten ja nicht pendeln und für die gelegentlichen Vorortjobs in Hamburg würden wir uns ein kleines WG-Zimmerchen besorgen. Zugegeben, man darf nicht allzu kopflastig und bedenkenträgerisch sein, wenn man plant, was wir angegangen sind. Dann kommt man nämlich nie vom Fleck. „Wie wollt Ihr denn von da aus arbeiten?“, „Was wollt Ihr denn mit einem großen Hof?“, „Was wollt Ihr denn gerade im Osten?“ Fragen, die uns durchaus bewußt waren, die wir aber nicht schon vorab ständig zu hören bekommen wollten, weshalb in unsere Umschau nach „der kleinen Farm“ nur sehr wenige eingeweiht waren.

Man muß sich halt Prioritäten setzen. Für mich heißt das vor allem abzuwägen, wieviel Lebensqualität und Wünsche ordne ich dem Geldverdienen unter, wieviel Geld brauche ich um mir Lebensqualität und Wünsche zu ermöglichen? Aus dem Grund habe ich mich auch damals selbstständig gemacht. Risiko und Streß sind groß, aber meine subjektive Lebensqualität ist um ein vielfaches höher als zuvor. Sicher auch, weil das Geschäft im Moment gut läuft – aber selbst in den schwierigen Zeiten der Nach-2000er-Jahre wußte ich irgendwie immer: das wird schon wieder, einfach durchhalten. Und so kam’s dann auch (bisher – toi, toi, toi).
Vielleicht muß man diese Mischung aus Leichtsinn, Naivität und Sturheit haben, um so einen abenteuerlichen Traum wirklich angegen zu wollen. Na ja, dann bitte schön.
Die Prioriäten sind gesetzt – für uns bedeutet ein Hof Lebensqualität, nah an der Natur, an den Jahreszeiten, aber bitteschön immer mit Internet in Reichweite ;-) Für unsere guten Kunden sollte es dann kein Problem sein, ob wir in Hamburg oder auf dem Lande arbeiten.

Wir begannen unsere ersten konkreten Scanns sogar in Sachsen, weil wir gerade aus Polen kamen und wir dachten, gleich hinter der Grenze muß die Landschaft doch genauso schön sein.
Na ja - ich sage nur „Flurbereinigung“. Den Charme wilder Wiesen und Hecken fanden wir nämlich nicht, kein Trost das Polen nach ein paar Jahren EU auch so aussehen wird...
Außerdem gefiel uns Görlitz außerordentlich und als deutschpolnische Stadt hätte das ja auch prima zu uns gepaßt.

Zurück im Norden verblasste die Idee jedoch wieder, zumal uns unsere Ausflüge aus Zeitgründen eher nach MeckPomm und Nordbrandenburg führten. 
Hier gab es auch hüglige Landschaften (wichtiges Kriterium ;-) und die Seen und das nahe Meer...</description>
<content:encoded><![CDATA[<h1>Nichts für Vollblutrealisten </h1>


<div style="float:left; width:170px;">
<gupsi:image src="DSCF0039.jpg" align="left"  subtitle="Auf Haustournee" thumb="DSCF0039.thumb.jpg" />

<gupsi:image src="DSCF0067.jpg" align="left"  subtitle="Unterwegs durch die Prignitz" thumb="DSCF0067.thumb.jpg" />

<gupsi:image src="DSCF0078.jpg" align="left"  subtitle="Ruinen im Dornröschenschlaf" thumb="DSCF0078.thumb.jpg" />

</div>

Nach und nach begannen wir mal intensiver nach verlassen aussehenden Höfen zu gucken und die für uns relevanten Kriterien herauszuarbeiten.

Die Nähe zu Hamburg war uns dabei zweitrangig, wir wollten ja nicht pendeln und für die gelegentlichen Vorortjobs in Hamburg würden wir uns ein kleines WG-Zimmerchen besorgen. Zugegeben, man darf nicht allzu kopflastig und bedenkenträgerisch sein, wenn man plant, was wir angegangen sind. Dann kommt man nämlich nie vom Fleck. „Wie wollt Ihr denn von da aus arbeiten?“, „Was wollt Ihr denn mit einem großen Hof?“, „Was wollt Ihr denn gerade im Osten?“ Fragen, die uns durchaus bewußt waren, die wir aber nicht schon vorab ständig zu hören bekommen wollten, weshalb in unsere Umschau nach „der kleinen Farm“ nur sehr wenige eingeweiht waren.

Man muß sich halt Prioritäten setzen. Für mich heißt das vor allem abzuwägen, wieviel Lebensqualität und Wünsche ordne ich dem Geldverdienen unter, wieviel Geld brauche ich um mir Lebensqualität und Wünsche zu ermöglichen? Aus dem Grund habe ich mich auch damals selbstständig gemacht. Risiko und Streß sind groß, aber meine subjektive Lebensqualität ist um ein vielfaches höher als zuvor. Sicher auch, weil das Geschäft im Moment gut läuft – aber selbst in den schwierigen Zeiten der Nach-2000er-Jahre wußte ich irgendwie immer: das wird schon wieder, einfach durchhalten. Und so kam’s dann auch (bisher – toi, toi, toi).
Vielleicht muß man diese Mischung aus Leichtsinn, Naivität und Sturheit haben, um so einen abenteuerlichen Traum wirklich angegen zu wollen. Na ja, dann bitte schön.
Die Prioriäten sind gesetzt – für uns bedeutet ein Hof Lebensqualität, nah an der Natur, an den Jahreszeiten, aber bitteschön immer mit Internet in Reichweite ;-) Für unsere guten Kunden sollte es dann kein Problem sein, ob wir in Hamburg oder auf dem Lande arbeiten.

Wir begannen unsere ersten konkreten Scanns sogar in Sachsen, weil wir gerade aus Polen kamen und wir dachten, gleich hinter der Grenze muß die Landschaft doch genauso schön sein.
Na ja - ich sage nur „Flurbereinigung“. Den Charme wilder Wiesen und Hecken fanden wir nämlich nicht, kein Trost das Polen nach ein paar Jahren EU auch so aussehen wird...
Außerdem gefiel uns Görlitz außerordentlich und als deutschpolnische Stadt hätte das ja auch prima zu uns gepaßt.
</p>
<p>Zurück im Norden verblasste die Idee jedoch wieder, zumal uns unsere Ausflüge aus Zeitgründen eher nach MeckPomm und Nordbrandenburg führten. 
Hier gab es auch hüglige Landschaften (wichtiges Kriterium ;-) und die Seen und das nahe Meer...]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Vorgeschichte // Teil 4 </title>
<link>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=20&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_4_&amp;weblog_archiv=20060304</link>
<comments>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=20&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_4_&amp;weblog_archiv=20060304#comments</comments>
<pubDate>Sat, 04 Mar 2006 14:38:00 +0100</pubDate>
<category>Haussuche</category>
<guid>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=20&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_4_&amp;weblog_archiv=20060304</guid>
<description>Ein optimistischer Start 


Wir dachten, es würde ganz einfach sein. Schließlich hörte man ja überall, dass sich der Osten entvölkerte und Bauern ihre Wirtschaft aufgaben. Es mußte doch ein Überangebot an tollen Höfen mit ein paar Hektar Land geben. Ziemlich optimistisch brachten wir unsere ersten Wünsche zu Papier:

„Bauernhof/Gutshof/Resthof, o.ä. 
unsaniert, aber mit guter Grundsubstanz
abseitig gelegen, gerne mit längerer Auffahrt -> keine Hauptstrasse, guter Abstand zu Nachbarn
Wohnhaus mind. teilweise unterkellert, gerne zweigeschossig
Wirtschaftsgebäude/Ställe sollten vorhanden sein, außerdem alter Baumbestand

Grundstück ab 5 Hektar (Wiesen, Wald, gerne mit Quelle/Bachlauf o.ä.), idealerweise direkt am Hof“ 

-> hügelig, eher sandiger Boden – kein Matschboden wie in Hamburg

Am Ende hat das ja (fast) alles hingehauen, aber bis dahin haben wir so manches Mal an der Machbarkeit der Idee gezweifelt und standen kurz vor ungeliebten Kompromissen.

Zunächst recherchierten wir im Internet nach Immobilienportalen und Maklern in den relevanten Regionen und hängten auf unseren Reisen Aushänge in den Dörfern auf. 
Außerdem sprachen wir vor Ort direkt Leute auf der Straße an, wandten uns an Denkmalämter, Bürgermeister, Banken. Später inserierten wir außerdem noch in Anzeigenblättern in den Regionen – das komplette Programm also.

Falls es noch andere Irre wie uns gibt, werden wir hier bei Gelegenheit mal ein paar Tipps und Adressen zusammenstellen, die dann eine gute Ausgangsbasis für Hofsucher sein können.</description>
<content:encoded><![CDATA[<h1>Ein optimistischer Start </h1>


Wir dachten, es würde ganz einfach sein. Schließlich hörte man ja überall, dass sich der Osten entvölkerte und Bauern ihre Wirtschaft aufgaben. Es mußte doch ein Überangebot an tollen Höfen mit ein paar Hektar Land geben. Ziemlich optimistisch brachten wir unsere ersten Wünsche zu Papier:

<blockquote><em>„Bauernhof/Gutshof/Resthof, o.ä. 
unsaniert, aber mit guter Grundsubstanz
abseitig gelegen, gerne mit längerer Auffahrt -> keine Hauptstrasse, guter Abstand zu Nachbarn
Wohnhaus mind. teilweise unterkellert, gerne zweigeschossig
Wirtschaftsgebäude/Ställe sollten vorhanden sein, außerdem alter Baumbestand

Grundstück ab 5 Hektar (Wiesen, Wald, gerne mit Quelle/Bachlauf o.ä.), idealerweise direkt am Hof“ 

-> hügelig, eher sandiger Boden – kein Matschboden wie in Hamburg</em></blockquote>

Am Ende hat das ja (fast) alles hingehauen, aber bis dahin haben wir so manches Mal an der Machbarkeit der Idee gezweifelt und standen kurz vor ungeliebten Kompromissen.
</p>
<p>Zunächst recherchierten wir im Internet nach Immobilienportalen und Maklern in den relevanten Regionen und hängten auf unseren Reisen Aushänge in den Dörfern auf. 
Außerdem sprachen wir vor Ort direkt Leute auf der Straße an, wandten uns an Denkmalämter, Bürgermeister, Banken. Später inserierten wir außerdem noch in Anzeigenblättern in den Regionen – das komplette Programm also.

Falls es noch andere Irre wie uns gibt, werden wir hier bei Gelegenheit mal ein paar Tipps und Adressen zusammenstellen, die dann eine gute Ausgangsbasis für Hofsucher sein können.]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title>Vorgeschichte // Teil 5</title>
<link>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=21&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_5&amp;weblog_archiv=20060304</link>
<comments>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=21&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_5&amp;weblog_archiv=20060304#comments</comments>
<pubDate>Sat, 04 Mar 2006 14:43:00 +0100</pubDate>
<category>Haussuche</category>
<guid>http://blog.lobusch.de/index.php?page=weblogitem&amp;weblog_id=21&amp;weblog_file=vorgeschichte__teil_5&amp;weblog_archiv=20060304</guid>
<description>
Unangenehme Erkenntnisse 







Bei einer Reise nach Stettin, wo wir unser Auto auf Flüssiggasbetrieb umrüsten ließen, entdeckten wir eine ziemlich nette Ecke, direkt an der Grenze. Löcknitz - Plöwen - Blankensee. Zu hügelig für Monstermähdrescher und daher auch keine monotone Agrarsteppe wie sonst sehr häufig in Vorpommern.
Hier bekam unsere wunderbare Vorstellung erste Risse. 


   Frust 1: andere waren schneller – vor allem jede Menge Berliner waren schon vor uns da und hatten sich die Bauernhof-Sahnestücke geschnappt. 
Leider muß man vielerorts auch sagen „gesichert“, denn an vielen Gebäuden, die laut nachbarschaftlicher Aussage schon lange verkauft waren, wurde offensichtlich noch kein Handschlag dran gewerkelt. Ganze Dörfer werden zu Ferienkolonien, in denen sich die Hausbesitzer nur ein paar mal im Jahr sehen lassen. Der Dreiseithof als Datsche de luxe sozusagen. 

   Frust 2: das Land wird häufig separat an gigantische Agrargenossenschaften verkauft oder verpachtet, die wenig Jobs bringen, aber viel Kahlschlag, Pestizide und – na gut – billiges Essen. Was aber will ich auf dem Lande mit einem 1000 Quadratmeter-Grundstück? Das finde ich auch in einer Wohnsiedlung irgendwo in der Hamburger Peripherie.

   Frust 3: Größere Höfe mit großzügigen Ställen und Scheunen gab es gar nicht so viele wie gedacht. Viele hat man einstürzen lassen, da sie nicht mehr gebraucht wurden. In MeckPomm kam hinzu, dass es seit jeher viele Gutsdörfer gab, wo die Bevölkerung in einfachen Landarbeiterhäusern lebte und auf den riesigen herrschaftlichen Gütern schuftete. Freie Bauern wie in der Prignitz oder im Westen gab es weniger und daher auch seltener Großbauernhöfe.

   Frust 4: Wunderschöne Höfe, oft stattliche Vierseitenhöfe gibt es in der Prignitz schon. Leider ist hier der Dorftyp des „Straßendorfs“ sehr verbreitet. D.h. eine gerade Straße, an deren Seiten sich die Höfe erstrecken, meist eng an eng. So eine Straße war sicher früher gemütlicher Treffpunkt für die Nachbarschaft und ab und zu zuckelte mal ein Trecker vorbei – heute fegt die Dorfjugend mit tiefergelegten 80 Sachen darüber oder LKWs auf der Suche nach der nächsten Autobahn... Vor allem wenn die Straße „gemacht“ wurde, sprich das alte Kopfsteinpflaster gegen eine breite Asphaltstraße ausgetauscht wurde.


Es wäre müßig jetzt über die Höhen und Tiefen unserer Suche im Detail zu schreiben, denn bei anderthalb Jahren ist da einiges zusammen gekommen. Unsere Preisvorstellung hatten wir längst nach oben geschraubt, einige Wünsche schon von der Liste gestrichen, aber letztendlich stimmte immer irgendetwas nicht. 
Und wir wollten so lange wie möglich am (scheinbar) Unmöglichen festhalten – unseren Traumhof zu finden.
Das, was ich eigentlich als Problem ansah – als Freiberufler eine Finanzierung zur Sanierung eines großen Hofs im strukturschwachen Raum zu bekommen – war in weite Ferne gerückt. Wenn wir nur endlich das Passende finden würden.
</description>
<content:encoded><![CDATA[
<h1>Unangenehme Erkenntnisse </h1>


<div style="float:left; width:170px;">
<gupsi:image src="DSCF0157.jpg" align="left"  subtitle="Typisches Straßendorf" thumb="DSCF0157.thumb.jpg" /><gupsi:image src="DSCF0082.jpg" align="left"  subtitle="An der Elbe gibt es viele wunderschöne Fachwerk-Bauernhäuser, die auf ihren Retter warten. Leider, man hört's ja überall, ist das Leben am Fluß ist nicht ganz ungefährlich... " thumb="DSCF0082.thumb.jpg" /><gupsi:image src="DSCF0012.jpg" align="left"  subtitle="Bei der Besichtigung" thumb="DSCF0012.thumb.jpg" />
<gupsi:image src="DSCF0169.jpg" align="left"  subtitle="Details an einem typischen Bauernhaus – Feldsteinfundamente, Ziegelmauerwerk mit verzierten Gesimsen" thumb="DSCF0169.thumb.jpg" />
</div>

Bei einer Reise nach Stettin, wo wir unser Auto auf Flüssiggasbetrieb umrüsten ließen, entdeckten wir eine ziemlich nette Ecke, direkt an der Grenze. Löcknitz - Plöwen - Blankensee. Zu hügelig für Monstermähdrescher und daher auch keine monotone Agrarsteppe wie sonst sehr häufig in Vorpommern.
Hier bekam unsere wunderbare Vorstellung erste Risse. 
</p>
<ul>
   <li><p>Frust 1: andere waren schneller – vor allem jede Menge Berliner waren schon vor uns da und hatten sich die Bauernhof-Sahnestücke geschnappt. 
Leider muß man vielerorts auch sagen „gesichert“, denn an vielen Gebäuden, die laut nachbarschaftlicher Aussage schon lange verkauft waren, wurde offensichtlich noch kein Handschlag dran gewerkelt. Ganze Dörfer werden zu Ferienkolonien, in denen sich die Hausbesitzer nur ein paar mal im Jahr sehen lassen. Der Dreiseithof als Datsche de luxe sozusagen. </li>
</p>
   <li><p>Frust 2: das Land wird häufig separat an gigantische Agrargenossenschaften verkauft oder verpachtet, die wenig Jobs bringen, aber viel Kahlschlag, Pestizide und – na gut – billiges Essen. Was aber will ich auf dem Lande mit einem 1000 Quadratmeter-Grundstück? Das finde ich auch in einer Wohnsiedlung irgendwo in der Hamburger Peripherie.</li>
</p>
   <li><p>Frust 3: Größere Höfe mit großzügigen Ställen und Scheunen gab es gar nicht so viele wie gedacht. Viele hat man einstürzen lassen, da sie nicht mehr gebraucht wurden. In MeckPomm kam hinzu, dass es seit jeher viele Gutsdörfer gab, wo die Bevölkerung in einfachen Landarbeiterhäusern lebte und auf den riesigen herrschaftlichen Gütern schuftete. Freie Bauern wie in der Prignitz oder im Westen gab es weniger und daher auch seltener Großbauernhöfe.</li>
</p>
   <li><p>Frust 4: Wunderschöne Höfe, oft stattliche Vierseitenhöfe gibt es in der Prignitz schon. Leider ist hier der Dorftyp des „Straßendorfs“ sehr verbreitet. D.h. eine gerade Straße, an deren Seiten sich die Höfe erstrecken, meist eng an eng. So eine Straße war sicher früher gemütlicher Treffpunkt für die Nachbarschaft und ab und zu zuckelte mal ein Trecker vorbei – heute fegt die Dorfjugend mit tiefergelegten 80 Sachen darüber oder LKWs auf der Suche nach der nächsten Autobahn... Vor allem wenn die Straße „gemacht“ wurde, sprich das alte Kopfsteinpflaster gegen eine breite Asphaltstraße ausgetauscht wurde.</li>
</ul>
</p>
Es wäre müßig jetzt über die Höhen und Tiefen unserer Suche im Detail zu schreiben, denn bei anderthalb Jahren ist da einiges zusammen gekommen. Unsere Preisvorstellung hatten wir längst nach oben geschraubt, einige Wünsche schon von der Liste gestrichen, aber letztendlich stimmte immer irgendetwas nicht. 
Und wir wollten so lange wie möglich am (scheinbar) Unmöglichen festhalten – unseren Traumhof zu finden.
Das, was ich eigentlich als Problem ansah – als Freiberufler eine Finanzierung zur Sanierung eines großen Hofs im strukturschwachen Raum zu bekommen – war in weite Ferne gerückt. Wenn wir nur endlich das Passende finden würden.
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</item>
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